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Geschichte BMW 840/850

Das große Coupe von BMW - größeres Bild durch Anklicken!
Lupe







Englische Version

BMW 840Ci/850Ci/850CSi (E 31)
MotorV-Achtzylinder/V-ZwölfZylinder
Hubraum3982/4988/5576 cm³
Bohrung * Hub80*89/75*84/80*86 mm
Verdichtung10,0/8,8/9,8 : 1
Zündfolge1-5-4-8-6-3-7-2 /
1-7-5-11-3-9-6-12-2-8-4-10
Motorsteuerung2*DOHC/2*OHC/2*OHC
Ventile4/2/2 je Zylinder
Tankinhaltca. 90 Liter
Drehmoment400/450/550 Nm bei 4500/4100/4000/min
Leistung210/220/280 kW ( PS)
Nenndrehzahl5800/5200/5300/min
BauartFrontmotor mit Heckantrieb
GetriebeSechsgang, Viergang-Automatik, Fünfgang-Automatik, Adaptive Getriebesteuerung
AntriebMotor-Leistungsregelung, Elektronische Diffenzialsperre
AufhängungDynamische Stabilitätskontrolle
Aufhängung vornDoppel-Querlenker
Aufhängung hintenSchräglenker-Radaufhängung, hydraulische Hinterachslenkung (850 CSi)
Bremsen v/hFaustsattelbremse, vorn innenbelüftet
Reifen vorn235/50 ZR 16 (7,5")/ 235/50 ZR 16 (7,5")/ 235/45 ZR 17 (8")
Reifen hinten235/50 ZR 16 (7,5")/ 235/50 ZR 16 (7,5")/ 265/40 ZR 17 (9")
Leergewicht1830 - 1870 kg + Fahrer(in)
Luftwiderstandsbeiwert0,29/0,29/0,31
Höchstgeschwindigkeit250 km/h
Baujahr1989 - 1999
Grundpreisca. 140.000 DM
Batterie12V 65Ah (2)

Die geraden Zahlen sind bei BMW-Modellreihen üblicherweise den Coupes vorbehalten. Meist basieren diese auf den Limousinen der darunter liegenden Zahl. Sind die Modelle erfolgreich gestartet, so gibt es am Ende noch eins drauf mit dem stärksten Motor und einer Leichtbauversion. So geschehen bei der 6er-Reihe und geplant für den größeren Nachfolger, den 8er. Er basiert demnach auf der 7er-Limousine, zunächst in einer Version mit dem Zwölfzylinder. Später erscheinen eine stärkere Variante und ein Achtzylinder. Traditionell tut sich BMW mit seinen Coupes etwas schwer. Das bekommt der Neue in noch stärkerem Maße als seine Vorgänger zu spüren. Obwohl recht erfolgreich gestartet, muss die Produktion 1999 mangels Nachfrage ohne direkten Nachfolger eingestellt werden. Zu der ursprünglich einmal geplanten Leichbauversion mit Hochleistungsmotor (M 8) kommt es nicht mehr.
Vielleicht liegt es auch daran, dass der Wagen sich nicht richtig zuordnen lässt. Seine Front mit den Klappscheinwerfern erinnert an den M1 und ist trotz des darunter angeordneten Motors erstaunlich flach, was man von dem Heck wahrlich nicht behaupten kann. Eine Großaufnahme nur von hinten vermeidet sogar das 43-seitige Verkaufsprospekt. Der von der sportlichen Front suggerierte Eindruck von einem Mittelmotor-Sportwagen bestätigt sich beim Fahren nicht. Das in diesem Zustand fast 2 Tonnen schwere Auto hat trotz Zwölfzylinder kein ausgesprochenes Sportwagentemperament, wobei der subjektive Eindruck täuscht. Die Fahrleistungen liegen nämlich weit jenseits des Normalautos, wenn man die unteren Drehzahlgefilde einmal verlassen hat. Ein wohl traumhafter Grand Tourisme, wären da nicht Verbrauchswerte, die bei wirklich schneller Autobahnfahrt wohl 25 Liter/100km und im stockenden Stadtverkehr fast doppelt so viel betragen können.
Schon bei der Entwicklung dieses BMWs kommt die Datenverarbeitung erstmals voll zum Einsatz. Auch Teile der Anzeige sind digital, es gibt hier schon eine Kontrolle vieler Funktionen während der Fahrt und viele elektronisch gesteuerte Helfer. Das bezieht sich neben dem Motor und dem Automatikgetriebe auch auf das Fahrwerk. Lange vor der Einführung im normalen Pkw arbeitet hier schon eine Dynamische Stabilitätskontrolle. An der vom 7er übernommenen Hinterachse gibt es sogar eine vom Lenkwinkel der Vorderachse abhängige elektrohydraulische Beeinflussung der Hinterachsspur, allerdings begrenzt auf weniger als 3°. Näheres zu mechanischer Beeinflussung von Hinterachs-Lenkwinkel finden Sie hier.
Besondere Erwähnung verdient der Innenraum. Eine ziemliche Tastur seitlich unten an den Sitzen erlaubt deren Verstellung in alle Richtungen. Die Kopfstützen sind nur außen an den Sitzlehnen befestigt und haben dort auch die Anlenkung der Sicherheitsgurte. Das Armaturenbrett ist einschließlich der mittleren Luftdüsen zum Fahrersitz hin orientiert. Die äußeren Luftdüsen sind in die Tür-Innenverkleidungen integriert. Dunkel gemasertes Holz passt ausgezeichnet zur Lederverkleidung. Abrahams Schoß ist dagegen vielleicht ungemütlicher. Den Motor hört man kaum, das Automatikgetriebe passt sich der Fahrweise an und in das Fahrwerk sind alle erdenklichen Vorsorgen hineinkonstruiert.


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