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| Typ | NSU Ro 80 |
| Motor | Zweischeiben-Kreiskolbenmotor |
| Kammervolumen | 497 cm³ |
| Verdichtung | 9 : 1 |
| Kraftstoffart | Normalbenzin |
| Gemischbildung | Doppel-Fallstromvergaser, Startautomatik |
| Zündung | Doppelzündung, ab 1970 Einfach-Kondensator, später Thyristor |
| Tankinhalt | 83 Liter |
| Kühlung | Flüssigkeit |
| Drehmoment | 160 Nm bei 4000/min |
| Leistung | 84 kW (115 PS) |
| Nenndrehzahl | 5500/min |
| Bauart | Längsmotor, Frontantrieb |
| Getriebe | Dreigang-Halbautomatik, Drehmomentwandler |
| Radstand | 2860 mm |
| Aufhängung vorn | McPherson-Federbeine, Stabilisator |
| Aufhängung hinten | Schräglenker |
| Lenkung | Zahnstange, Servo |
| Bremsen | Scheiben v/h, 4+2-Bremskreisaufteilung |
| Reifen | 175 R 14 H (5") |
| Länge | 4795 mm |
| Breite | 1760 mm |
| Höhe | 1410 |
| Gepäckraum | 600 Liter |
| Leergewicht | 1290 kg + Fahrer(in) |
| Höchstgeschwindigkeit | 180 km/h |
| Baujahr | 1967 - 1977 |
| Auszeichnung | Auto des Jahres 1968 |
| Elektrik | 12 V/ 63 Ah/ 770 Watt |
| Extras | Leichtmetallfelgen, Dreipunktgurte und Kopfstützen hinten, Stahlkurbeldach (elektrisch möglich), Wärmeschutz-Verglasung, Klebestreifen-Set, Radio mit Versenkantenne |
| Ro | Rotationskolbenmotor |
| 80 | ursprünglich geplant ... Motorleistung: 80 PS Leergewicht: 800 kg Verkaufspreis: 8.000 DM |
Dass dieses Auto nicht gerade zu den Spritsparern gehört, kann man schon am ungewöhnlich großen Tank erkennen. Diese Eigenart und der ebenfalls nicht optimale Schadstoffausstoß sind auch bis zum letzten Produktionstag nicht auszuräumen. Erfolgreicher ist man über die Jahre mit der Beseitigung von Kinderkrankheiten. Eine haltbarere Abdichtung zwischen Drehkolben und Trochoidengehäuse und später noch eine bessere Beschichtung der Laufflächen, lassen die anfänglich sehr geringere Haltbarkeit des Triebwerks fast auf Normalwerte steigen. Nur Kurzstreckenverkehr verzeiht der Motor immer noch schlechter als sein Bruder mit Hubkolben.
Auch der Schmierölverbrauch kann etwas eingedämmt werden. Der Wankelmotor wird sowohl durch Mischung von Öl und Kraftstoff als auch durch einen Druckumlauf geschmiert. Die erste Serie verbraucht recht viel Öl. Verbesserte Abdichtung zwischen dem inneren Ölraum und dem Kammervolumen sorgen auch nach längerer Standzeit für relativ wenig Ölausstoß. Mehr über den Motor erfahren Sie hier.
Bleibt eine besonders für die damalige Zeit wunderschöne und moderne Karosserie, der man alleine schon einen größeren Erfolg gewünscht hätte. Der niedrig bauende Motor macht eine sanft ansteigende Haube möglich. Erst Jahre später ist die große und schräge Windschutzscheibe nicht mehr ungewöhnlich. Dafür ist der Innenraum trotz guter Karosseriemaße etwas begrenzt. Das kann man auch von den Fahrleistungen und besonders von der Beschleunigung behaupten.
Positiv bleiben der äußere Eindruck und der trotz Längsmotor und Frontantrieb große Radstand. Das Fahrverhalten ist bei gutem Komfort untadelig. Man hätte ihn sich zusätzlich mit einem konventionellen Motor gewünscht. Komfortsteigernd und sportuntauglich kommt die Halbautomatik hinzu. Etwas ungewöhnlich für Fronttriebler sind die Schräglenker hinten. Für erhöhten Sicherheitsbedarf gibt es eine 4x2-Zweikreisbremse mit zwei Bremsschläuchen zu jedem Vorderrad.
2001 - 2011 Copyright für Programme, Texte, Animationen und Bilder: H. Huppertz
- Email: harald.huppertz@t-online.de
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