Walter da-Silva, der Chefdesigner von Audi hatte im Vorfeld gesagt, man könne eine Ikone wie den Audi TT nur vorsichtig verändern. Ob er Wortgehalten hat oder dochden Charakter des Autos verändert hat? Jedenfalls ist von der Form fast nur noch die Silhouette in Seitenansicht übrig geblieben, wobei auch hierder Gegenschwung zumHeck hin fehlt. Die hohe Seitenlinie unterhalb der Fenster fällt jetzt von außen weniger auf. Das Design ist eleganter, aber auch wenigereigenständig. Die Frontwurde deutlich den übrigen Audi-Modellen angepasst. Der Rauminhalt, besonders im Kofferraum, hat zugenommen. Natürlich ist der Platz auf denhinteren Notsitzen beidiesem knapp 4,2 Meter langen Coupe begrenzt. Die Verarbeitung ist auch im Vergleich zur Konkurrenz erstklassig, allerdings sind die Anklänge andie Form dereinstmals aus Aluminium gefrästen Tankdeckel-Umrandung im Innenraum fast ganz verschwunden. Wie gut, dass der etwas herzhaftere Sound des Benzin-Direkteinspritzers gut zu der leichten Aufdringlichkeit eines Sportwagens passt. Hinzu kommtein Turbolader, derdem TFSI-Motor auch im Drehzahlkeller schon Druck macht. Zweifellos kann man sich als Aufsteiger mit dem Motor schon länger gehegte Wünscheerfüllen. Das gilt abernoch mehr für das Fahrwerk, offensichtlich ein Genuss ohne Reue. Genau die richtige Abstimmung zwischen wieselflink und souverän. Wer sich noch alsExtra-Ausstattungdas Magnetic-Ride-System zulegt, kann einem Steuergerät die in Millisekunden getroffene Entscheidung überlassen, ob es denn jetzt etwaskomfortabler oder nochsportlicher zugehen soll. Es gibt Gründe für diese Agilität, die auch im Karosseriebau zu finden sind. Audi hat seine Kompetenz im Mix von Alu mit Stahl noch deutlicherweitert. Hier istpraktisch alles denkbar, man muss nur den direkten Kontakt der beiden Metalle verhindern, wenn Wasser oder Luftfeuchtigkeit Zutritt hat. Neben derreinen Alu-Bauweiseund der Lösung z.B. mit einem Vorderwagen aus Aluminium und guter Isolation zum Rest der Karosserie gibt es jetzt auch den fast beliebigen Einsatzvon Alu inStahlkarossen oder umgekehrt. Bedingung ist nur, dass der Kleber den Kontakt hundertprozentig verhindert und nach außen zusätzlich isoliert. BeimAudi TT kommt nocheine prozentual stärkere Verwendung von Aluminium am Vorderwagen hinzu. Dies wiederum schafft günstige Voraussetzungen für eine angenehmeGewichtsverteilung und somitfür ein gutes Fahrwerk.
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