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  2013 Audi A3 Sportback g-tron




Wie kriegt man eigentlich den Flotten-Durchschnitt bei den CO2-Emissionen herunter gedrückt und kann trotzdem noch dicke Autos mit lukrativem Gewinn verkaufen? Darüber denkt man speziell bei den deutschen Automobilherstellern schon seit langem angestrengt nach.

Die zuständigen EU-Stellen wetzen schon wieder die Messer, wollen die zukünftig geltenden Grenzwerte wieder einmal drastisch senken. Die entsprechende Lobby hält dagegen. Inzwischen gibt es sogar Grabenkämpfe z.B. zwischen deutschen und französischen Herstellern, weil letztere mit ihren weniger luxuriösen Fahrzeugen schärfere Grenzwerte leichter erreichen könnten.

Fast alle setzen mehr oder weniger auf Elektroantrieb. Audi hat sich zusätzlich etwas anderes überlegt. Man nehme ein Auto mit Gasantrieb, mit 95 g/km CO2 nichts besonders Aufregendes. Zusätzlich aber errichtet man zusammen mit dem Betreiber einer Biomethan-Anlage auf dessen Gelände eine e-gas-Anlage. Verwendet wird der regenerative Strom, von dem wir dort ohnehin oft zu viel haben und das CO 2, das die vorhandene Anlage in die Atmosphäre geben würde.

Durch ein Verfahren des möglichst bilanzierten Tankens soll jetzt mindestens so viel Methan bzw. Erdgas ins Netz gepumpt werden, wie die entsprechenden g-tron-Autos verbrauchen. Durch den Verbrauch von CO 2 bei der Herstellung bilanziert sich der Ausstoß der Autos praktisch zu Null und wird dem Hersteller entsprechend angerechnet.

Das Werk steht im Emsland nahe der Küste, wo die Not der Speicherung von Strom wohl am größten ist. 6 Mio. hat der Bund beigesteuert, 14 Mio. offenbar Audi. Im Moment stehen Windräder trotz Wind sogar still, weil der Strom nicht gebraucht wird. Deshalb ist das beschriebene Verfahren trotz der verbleibenden Wirkungsgrad-Probleme ein Schritt in die richtige Richtung.

Man hat übrigens noch weiter gedacht. Vom Wirkungsgrad her günstiger wird das ganze Verfahren, wenn man durch kleinere Änderungen des Prozesses Wasserstoff erzeugt. Ein entsprechendes Tankstellennetz vorausgesetzt, könnten dann sogar Brennstoffzellen betrieben werden.

Immerhin gibt es schon ein beachtenswertes Erdgas-Tankstellennetz und am Auto kaum Einschränkungen. Statt Stahl verwendet man heutzutage (von innen nach außen):
1. Gasdichtes Polyamid,
2. kohlefaserverstärkten Kunststoff (CfK),
3. glasfaserverstärkten Kunststoff (GfK).

Die Änderungen am Verbrennungsmotor sind eigentlich marginal. Sogar die höhere Oktanzahl von Methan/Erdgas kann heutzutage schon genutzt werden. Und tanken kann man zur Not an jeder Erdgas-Tankstelle. 08/13

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