
Trotz Halogenlicht und LED-Leuchten werden viele Fahrzeuge weiterhin mit Glühlampen ausgerüstet sein. Sie sind relativ kostengünstig, brauchen keinen Vorwiderstand und man erhält fast auf der ganzen Welt Ersatz. Gegen die Konkurrenz der Halogenlampe kann sich die Glühbirne zumindest bei der Haltbarkeit behaupten. Bei nicht allzu großer und schlagartiger Erschütterung erreicht sie eine durchschnittliche Lebensdauer von ca. 200 Betriebsstunden.
Der Draht ist aus Wolfram mit dem sehr hohen Schmelzpunkt von 3380°C. Dieser wird natürlich im Normalfall nicht erreicht. Misst man an einer kalten Glühlampe den Widerstand, so ergibt sich aus den Formeln U = R · I und P = U · I nicht die angegebene Leistung. Das liegt an dem Kaltwiderstand, der nur ein Zehntel des Widerstandes bei eingeschalteter Lampe ausmacht. Das hat natürlich auch Auswirkungen auf die Stromaufnahme. Fast alle Arbeitsgeräte (z.B. eine Schleifmaschine), die im Betrieb eine Stromaufnahme von deutlich unter 16 A haben, können im Moment des Einschaltens eine (im Haus) entsprechend vorhandene Sicherung überfordern. Sie enthalten deshalb meist eine Schaltung zur Anlaufstrombegrenzung. Wegen ihres Widerstandsverhaltens kann eine Glühlampe auch gut mit einem aufzuladenden Akku in Reihe geschaltet werden. Der anfangs hohe Spannungsabfall an der Lampe sinkt mit der Ladezeit und sorgt für gleichbleibenden Ladestrom.
Im Bild ist eine Zwei-Faden-Lampe dargestellt. Sie wird bei Platzmangel in der hinteren Leuchteneinheit immer noch für das Bremslicht (21 W) und die Rückleuchte (5 W) eingesetzt. Sie hat an der Seite zwei verschieden hohe Stifte, damit beim Einsetzen die beiden (unterschiedlichen) Wendel immer dem richtigen Kontakt zugeordnet werden. Sind die Gläser der Leuchteneinheit aus Designgründen farblos, muss das Glas der Glühbirne entsprechend der Funktion eingefärbt sein.