Das Fernlicht soll die Fahrbahn möglichst gleichmäßig hauptsächlich nach vorne ausleuchten. Da dieses Licht nach StVO nur eingeschaltet werden darf, wenn kein Gegenverkehr geblendet werden kann, ist im Gegensatz zum Abblendlicht keine exakte Hell-Dunkel-Grenze vorgeschrieben.
Während Fernlicht wegen der hohen Verkehrsdichte in Mitteleuropa seltener zum Einsatz kommt, ist das in den deutlich dünner besiedelten skandinavischen Ländern anders.
Funktion
Bei Paraboloid-Scheinwerfern mit Zweifadenbirne wird anders als beim Abblendlicht immer der ganze Reflektor genutzt. Ein Paraboloid entsteht, wenn man eine Parabel um die Hauptachse dreht. Er hat nur einen Brennpunkt. In diesem Brennpunkt erzeugtes Licht tritt parallel aus. Deshalb ist diese Bauart für Fernlicht prinzipiell gut geeignet. Dazu ist bei Zwei-Scheinwerfer-Systemen in der Biluxbirne (zwei Glühwendel) die (linke) Wendel ohne spiegelnde Abdeckung nach unten eingeschaltet. Fernlicht kann aber ebenso in Vier-Scheinwerfer-Systemen erzeugt werden.