Das Modell oben zeigt sogar die wesentlich seltener vorkommende, ungelenkte Achse mit Doppel-Querlenkern, die das Bild 6 in fertiger Form zeigt. Eine Achse mit vier Lenkern hinten unterscheidet sich nicht prinzipiell. In Bild 4 sind z.B. die beiden Teile des unteren Dreieckslenkers sehr verschieden angeordnet und damit besser an die am Rad auftretenden Kräfte angepasst. Kommt mit einer Art Spurstange (ebenfalls Bild 6) noch eine Möglichkeit hinzu, das Rad beim Einfedern ein wenig mehr oder weniger auszulenken, ergibt sich die Fünf- oder Mehrfachlenkerachse (Multilink).
Zwei Kugelköpfe an den Spitzen der Dreieckslenker ermöglichen die Verwendung als Vorderachse. Wie Bild 7 zeigt, sind dabei die unteren Lenker oft etwas länger, was sowohl beim Ein- als auch beim Ausfedern negativen Sturz ergibt. An einem Formel-1-Rennwagen finden wir sie z.T. aus Karbon und sehr windschlüpfrig gefertigt (Bild 3). Der mittlere Stab nimmt hier die Kräfte beim Einfedern auf und leitet sie an liegende Federelemente (Pushrods) weiter. Bisweilen können die beiden Dreieckslenker von ihren Drehachsen her auch leicht gegeneinander verschränkt sein (Bild 2). Das wirkt einem vorderen Eintauchen beim Bremsen etwas entgegen.
In der Praxis kommen doppelte Querlenker eher bei etwas schwereren Pkws und Transportern vor. Leichtere Fahrzeuge bevorzugen die McPherson-Federbein-Achse. Diese ist einfacher, kostengünstiger und oft Platz sparender. Zwar finden wir am Lkw noch immer Starrachsen vorne, jedoch nicht bei Reisebussen. Bild 7 zeigt die Querlenker an der gelenkten Achse eines modernen Stadt-Gelenkbusses. Eine besondere Eigenschaft dieser Achskonstruktion sieht man in Bild 5. Der obere Kugelkopf ist über dem Reifen angeordnet, was eine Schwenkachse fast mittig durch das Rad und damit wenig auf die Lenkung wirkende Störkräfte ermöglicht.
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