

Aufgabe
Die Direkteinspritzung soll den Kraftstoffverbrauch und bestimmte Schadstoffemissionen beim Dieselmotor weiter
senken und gleichzeitig die Leistung und besonders das Drehmoment im unteren Drehzahlbereich erhöhen.
Funktion
Reine Luft wird angesaugt. Mit einer vom Motor angetriebenen, mechanischen Hochdruckpumpe wird der Kraftstoff mit 250 bis über 2000 bar in
die hochverdichtete Luft eingespritzt. Die Partikelemission wird mit steigendem Druck geringer. Beim Dieselmotor wird direkt an die Wand eines
nach oben offenen Hohlraums im Kolben eingespritzt. Die sofortige Verbrennung wird etwas abgemildert, weil der
Kraftstoff schichtweise abbrennt. Dies mildert den harten Motorlauf. Wegen der geringeren Wärmeverluste ist eine Vorglühanlage im Gegensatz
zu den Nebenbrennraum-Verfahren nicht oder nur bei wirklicher Kälte (-5°C) erforderlich. Bei der
Direkteinspritzung im Benzinmotor mit ca. 100 bar Einspritzdruck bestimmt die
Zündanlage den Zündzeitpunkt.
Der härtere Motorlauf wird durch etwas geringere Verdichtung gemildert. Der erhöhte Stickoxidanteil wird kompensiert durch Abgasrückführung
bzw. DeNOx-Kat.
Besonders der Dieselmotor aber auch der Benziner zeichnet sich durch ein höheres Drehmoment bzw. eine höhere Leistung aus. Der
Zusatzvorteil beim Dieselmotor ist, dass dieses höhere Drehmoment auch noch bei geringerer Drehzahl erreicht wird. Etwas nachteilig ist hier
allerdings eine Beschränkung des maximalen Drehvermögens.