Siedebereich/Siedetemperatur von Sommerdiesel/Winterdiesel
CaZ
Spez. Heizwert
Dichte bei 15°C
Schwefel
Diesel
ab 51
42.800 kJ/kg
0,82 - 0,84 g/cm³
<350 ppm
Super-Diesel
ab 58
42.800 kJ/kg
0,82 - 0,84 g/cm³
< 10 ppm
Aufgabe
Durch besondere Zündwilligkeit und geringe maximale Siedetemperatur soll der Dieselkraftstoff den Start des Dieselmotors auch bei tiefen Temperaturen ermöglichen. Zusätzlich ergeben sich dann auch geringe Verdichtungsverhältnisse (für wenig Stickoxide im Abgas). Wegen der Geräuschentwicklung ist geringer Zündverzug wichtig. Auch nach erfolgreichem Kaltstart soll im Winter der Kraftstofffilter nicht verstopfen. Für die Abgas-Nachbehandlung ist ein niedriger Schwefelgehalt und für die Lebensdauer der Einspritzanlage ist eine gute Schmierfähigkeit wünschenswert. Dabei sollten, was nicht auf alle Länder/Kontinente zutrifft, diese Eigenschaften in einer Norm garantiert und mit möglichst geringer Schwankungsbreite eingehalten werden.
Funktion
Dieselkraftstoff wird wie Benzin zumeist aus Erdöl destilliert. Er kann aber auch aus Erdgas, Autogas oder Raps gewonnen werden. Dabei sind auch Mischungen möglich. Die höhere Zündwilligkeit gegenüber Benzin wird durch geringere Vernetzung der kettenförmig aufgebauten Kohlenwasserstoffe erreicht. Dem Dieselkraftstoff werden Additive, wie z.B. Fließverbesserer im Winter beigemischt, um den Stockpunkt herabzusetzen. Dieselkraftstoff kann bei niedrigen Temperaturen durch Ausscheiden von Paraffin so zähflüssig werden, dass es den Filter verstopft. Im Gegensatz zum Benzinmotor verlangt der Dieselmotor ein zündwilligeres Gemisch. Deshalb sollte Dieselkraftstoff eine möglichst hohe Cetanzahl (CaZ) haben. Die Selbstzündungstemperatur beträgt bei verdichtetem Dieselkraftstoff maximal ca. 400°C und bei Benzin minimal ca. 500°C, der Flammpunkt von Diesel liegt bei 55°C. Damit gehört Diesel (nur) der Gefahrenklasse AIII an.