Auch mit sehr großer Stromstärke lässt sich bei 12 Volt Nennspannung keine Hochdruck-Einspritzung direkt ansteuern. Dazu sind die Drücke einfach zu hoch. Also sorgt man für ein annäherndes Druck-Gleichgewicht, wobei durch eine erhöhte Spannung die Entscheidung zwischen Öffnen und Schließen der Düsennadel gefällt wird.
1
Hochdruck-Zufluss
2
Rücklauf
3
Magnetventil (1. Serie)
4
Druckfeder (Schließen)
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Mehr gedrückte Fläche: größere Kraft bei gleichem Druck
6
Weniger gedrückte Fläche: geringere Kraft bei gleichem Druck
Der Raildruck wirkt genauso von unten auf die Druckschulter, wie er das bei der Lochdüse auch schon getan hat. Allerdings wird in diesem Fall die Düsennadel nicht angehoben, weil von oben die Düsenfeder drückt und der Raildruck auf eine größere Fläche wirkt. Wird dieser Raildruck zum Rücklauf hin abgelassen, kann sich der Druck von unten gegen die Feder durchsetzen und die Düsennadel öffnen. Genau dies wird durch ein Ventil erreicht, welches elektromagnetisch oder durch Piezokristalle betätigt sein kann.
Piezo -> piedein (griech.) - drücken
Höhere Spannung für Ventilbetätigung
Allerdings sind trotzdem (außer bei In-line-Injektoren) noch ca. 70 (*1) bzw. 140 Volt (*2) für ein sicheres Öffnen des Ventils erforderlich. Diese Spannung wird durch einen Kondensator im Steuergerät erzeugt, der durch die Selbstinduktion (*1) oder Entladespannung (*2) wieder aufgeladen wird. *1 - gilt für Magnetventile *2 - gilt für Piezokristalle
Werkstatttest
Das Öffnen kann im Werkstatttest durch Kontrolle der Rücklaufmengen an den einzelnen Injektoren kontrolliert werden. Diese werden für jeden Injektor einzeln aufgefangen. Ein defekter Injektor würde durch eine besonders große Rücklaufmenge pro Zeiteinheit auffallen.
In-line-Injektor
Er wurde durch die kleinere Bauart des Piezo-Moduls möglich. Zwar bleibt die Länge des gesamten Injektors wegen der Geometrie am Zylinderkopf erhalten, aber die Steuerung wandert ein ganzes Stück in Richtung Düse. Dadurch sind die beweglichen Massen entscheidend verringert. 03/07