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  VW - Geburt eines Käfers 4



Was halten Sie denn von dieser Kreation? Sie werden es kaum erkennen, aber es handelt sich um einen Mercedes 170 H. Wohlgemerkt, auch die allerersten VW-Prototypen hatten noch nicht in die Kotflügel integrierte Lampen. Und natürlich hat dieser Wagen einen Heckmotor mit Hinterradantrieb.

Die Heckmotor-Wagen von Daimler-Benz waren Flops.

Sie werden wieder etwas sicherer, wenn Sie hören, dass dieser Wagen 1936 auf den Markt kommt. Klar, da hat Mercedes den VW abgekupfert, oder? Und dann hat der auch noch einen Reihen-Vierzylinder im Heck, weil der für den 170er mit Motor vorn schon existiert.


Gehen wir einen kleinen Schritt weiter. Das hier ist der Mercedes 130 H. Jetzt wird es schon schwierig mit dem angeblich eindeutigen Bezug, wer von wem etwas übernommen hat. Aber noch kann ich Sie beruhigen, denn auch dieser Wagen hat einen wassergekühlten Reihenmotor im Heck.

Aber da ist halt noch der Mercedes-Benz W17, auch '120' genannt. Das ist 1931/32 ein Konzept von Hans Nibel, der nach dem Weggang von Ferdinand Porsche bei Daimler für die gesamte Entwicklung dort verantwortlich ist und der zu der Zeit sogar noch als Mieter Porsches Villa bewohnt. Und diesen Wagen gibt es u.a. auch mit Vierzylinder-Boxermotor, 1.200 cm3.

Welche Verbindungen gibt es von Daimler-Benz zu Ferdinand Porsches Erfindung, außer dass dieser dort einen leitenden Posten innehatte. Da gibt es den Ingenieur Béla Barényi, eher bekannt, weil er die passive Sicherheit von Mercedes-Fahrzeugen ab etwa 1952 entscheidend vorangetrieben hat. Weniger bekannt ist sein Konzept des Heckmotors aus den zwanziger Jahren.

Lassen Sie uns ausnahmsweise Wikipedia zitieren: '1953 setzte Barényi seine Ansprüche auf die von Ferdinand Porsche angemeldeten Patente vor Gericht durch. Barényi konnte nachweisen, dass er bereits in den 1920er Jahren das Konzept des Käfers detailliert dargelegt, aber nicht ausreichend durch Patente abgesichert hatte. 1955 verklagte Barényi die Volkswagenwerk G.m.b.H. auf Urheberrechtsverletzung, woraufhin seine Urheberschaft am VW Typ 1 gerichtlich anerkannt wurde.'

Halten wir fest: Das Konzept des Zentralrohrs, das sich um das Getriebe herum gabelt und zu einem luftgekühlten Heckmotor führt, gab es schon. Auch das Prinzip der Pendelachse war bekannt. Neu hingegen die Drehstäbe statt z.B. querliegender Blattfedern, die wesentlich zur Vereinfachung beitrugen. Neu vielleicht auch deren zwei Gelenke an der Pendelachse und am Motor das Radialgebläse, was allerdings durch den hinzugefügten Ölkühler zu Problemen führte.

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