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  Ferrari - Einleitung



Was würden Sie tun, wenn Sie eine todsichere Möglichkeit hätten, in eine Bank einzubrechen? Nein, nicht wirklich, mehr virtuell. Hacker tun so etwas und die Bank wehrt sich nicht. Im Gegenteil, sie streitet jegliches Verbrechen ab, weil sie fürchtet, dass Mängel in ihren Sicherheitseinrichtungen bekannt werden.

Am Ende weigert sich die Bank sogar, Sie zu verfolgen und Sie sind vor einer eventuellen Fahndung sicher. Schätzen Sie einmal, wie viele Menschen bei so einer Möglichkeit widerstehen könnten. Bestimmt weniger als 50 Prozent, oder bin ich da zu pessimistisch? Egal, denn eigentlich wollte ich die Frage stellen, was Sie mit dem Geld machen würden.

Blabla, auf die Bank bringen, ein großes Mietshaus kaufen, endlich einmal genügend lange und weit in Urlaub fahren. Was Sie sich für jeden möglichen Tag leisten würden? Ja, ein Auto. Natürlich kein Allerweltsauto. Es darf auch gerne weit über 100.000 Euro kosten, meinetwegen auch über 200.000, wenn nur die Beute groß genug war.

Jetzt würde ich optimistischer schätzen, dass die Mehrheit wohl nicht zur großen Limousine, sondern eher zum klassischen Sportwagen greifen würde, heutzutage vielleicht nicht nur als Männer-, sondern auch als möglicher Frauentraum. Nehmen Sie einen Neuen, keinen Oldtimer, der hat wenigstens Airbag usw. und kalkulierbare Unterhaltskosten. Ich habe 'kalkulierbar' gesagt, nicht 'günstig'.

Ja, da sind wir in Norditalien gelandet, mit geteiltem Herzen zwischen Lamborghini und Ferrari. Nein, ein amerikanischer Sportwagen kommt infrage, wenn man auf das Budget achten muss. Aber in diesem Fall …

VW- und eventuell auch Audi-Fan hin oder her, der Ferrari ist das klassischere Auto. Immerhin nimmt die Firma auch an Rennen teil. Und das Design ist vielleicht doch eine Spur langlebiger. Ferraris werden höher gehandelt als Lamborghinis. Am Ende hat Ferruccio Lamborghini zwar viel geschafft, aber Ferrari nicht wirklich. Vielleicht vollendet Fiat/Chrysler sein Werk.

Jetzt wollen wir um Gottes Willen nicht alle Ferrari-Fahrer/innen zu Bankräubern stempeln. Es war nur so ein Gedankenspiel, das ins Hirn von Normalmenschen einen Blick werfen sollte. Eine Brücke sozusagen, denn für die allermeisten ist das doch ein unrealisierbarer Traum. Selbst wenn sie die Kaufsumme erben würden, sie könnten das Auto niemals unterhalten oder gar irgendwann ein neues kaufen.

Sie können ja einmal schätzen, wie viele von den 7000 pro Jahr produzierten Fahrzeugen die Firma in Deutschland verkauft. Sie haben Recht, es sind etwa 10 Prozent. Interessant ist vielleicht, dass diese Zahl in den letzten zehn Jahren relativ konstant geblieben ist, von der großen Krise 2008 also keine Spur.

Wir wollen ein wenig der Entwicklung nachspüren, was uns der im Prinzip erst nach dem Krieg entstandenen Marke näher bringen könnte. Wie kam der Traum in unsere Köpfe? Hat das nur einer, nämlich Enzo Ferrari geschafft? Oder waren da mehrere beteiligt? In früheren Zeiten war das mit dem Teamgeist noch nicht so stark entwickelt. Es ist mehr die Zeit der Einzelkämpfer.

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