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| Plattenbremsstände gelten als veraltet. |
Auf dem Bremsprüfstand wird die Bremskraft am Radumfang gemessen. Diese Messung dient als Nachweis für die Funktionsfähigkeit der Anlage. Früher waren Plattenbremsständen üblich. An diese wurde
mit einer bestimmten Geschwindigkeit herangefahren und auf ihnen gebremst. Gemessen wurde die Auslenkung der Platten gegen Federkraft in Bremsrichtung. Heute fast ausschließlich Rollenprüfstände
üblich.
| Zwei unabhängige Rollensätze mit Drehstrommotoren |
Zwei voneinander unabhängige Rollensätze für die linke und rechte Seite nehmen die Räder einer Achse auf. Beide Rollen eines Rollensatzes (Antriebs- und Auflaufrolle) sind mit jeweils einem elektrischen
Antrieb durch Kettentrieb verbunden. Ein Rollensatz formt mit seinem Motor und dem Untersetzungsgetriebe eine Einheit und ist in Umfangsrichtung beweglich aufgehängt. Er treibt die Räder mit ca. 5 km/h an
(Bild 2).
| Tastrolle wichtig für Ein- und Ausschalten, Drehzahlvergleich |
Der Prüfstand wird meist durch die Tastrolle eingeschaltet, wenn sie durch die Räder beim Befahren des Prüfstandes nach unten gedrückt wird. Die Geschwindigkeit der beiden Rollen bleibt während der
gesamten Messung gleich, nur die Tastrolle dreht sich dabei immer exakt mit Raddrehzahl. Durch Vergleich der Drehzahlen von Tast- und Antriebsrollen kann die Elektronik die Motoren abschalten, wenn zu
viel Schlupf zwischen Rad und Rolle das Messergebnis verfälschen würde.
| Rollensatz pendelt gegen Biegebalken mit Dehnmessstreifen. |
Bild 4 zeigt es deutlich. Um die rote Drehachse bewegt sich der Rollensatz einer Seite zusammen mit seinem Antrieb. Während des Bremsvorgangs wird er in Richtung des blauen Pfeils gedreht und wirkt auf
einen Biegebalken mit Dehnmessstreifen (grün). Der Widerstand des Dehnmessstreifens wird elektrisch ausgewertet und als Kraft in Newton angezeigt.
| Die Prüfung auf einem Bremsprüfstand bezieht sich auf den momentanen Zustand der Bremse. Sie macht keine Aussagen über die Standzeit z.B. der Bremsscheiben bzw. Beläge. |
2001 - 2010 Copyright für Programme, Texte, Animationen und Bilder: H. Huppertz
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