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  Zündspule
        Ignition Coil








Aufgabe

Die Zündspule soll eine Primärspannung von 12 Volt bei einer Stromstärke von mehreren Ampere in eine Hochspannung von 5.000 - 30.000 Volt bei ganz entsprechend geringerer Stromstärke wandeln. Schalten Sie für die nachfolgende Erklärung auf 'Ältere Form' um.

Funktion

Durch das Zündschloss ist die Klemme 15 (links) mit dem Pluspol der Batterie verbunden. Beim Schließen des Leistungsschalters wird zusätzlich die Klemme 1 (rechts) auf Masse gelegt, der Primärkreis ist geschlossen. In der nun folgenden Schließzeit entsteht das Magnetfeld. Es bricht zusammen, wenn der Leistungsschalter öffnet. Die Hochspannung fließt über das Kabel 4 (Mitte oben) und die Hochspannungsverteilung zur Zündkerze.

Windungsverhältnis primär : sekundär: 1 : 50 bis 1 : 150

In einer Zündspule ist keine sichtbare Bewegung vorhanden. Hier sind zwei sehr unterschiedliche Wicklungen um den gleichen Eisenkern angeordnet. Die von der Batteriespannung versorgte Primärwicklung erzeugt im Eisenkern Veränderungen. Der besteht meist aus lamellierten Eisenblechen, die weniger Wirbelströme verursachen. Die Bleche bestehen aus leicht veränderbaren Minimagneten, Dipole genannt. Diese werden durch das Magnetfeld der Wicklung schlagartig ausgerichtet. Die Fähigkeit zur schnellen Änderung bei den Dipolen ist ein besonderes Kennzeichen solcher Weicheisen.

Die Primärwicklung hat bei Motronic-Zündspulen einen Widerstand von etwa 0,7 Ohm im Gegensatz zur Sekundärwicklung von 8 kOhm, was einen Faktor von mehr als 10.000 bedeutet. In dieser zweiten Wicklung wird eine Induktionsspannung erzeugt. Bricht das Magnetfeld durch Abschalten des Primärstroms zusammen, kann diese, um zumindest um den Faktor höhere Spannung z.B. an einer Zündkerze ausgeglichen werden.

Um welchen Betrag die Spannung erhöht wird, hängt von dem Verhältnis der Windungen zwischen Primär- und Sekundärwicklung ab. Natürlich erhöht sich die zu erwartende Spannungssteigerung auch mit der Zeit, die zum Aufladen durch die Primärwicklung zur Verfügung stand und mit der Art bzw. Zeit für die Änderung des Magnetflusses. So wird z.B. die erzeugte Sekundärspannung deutlich höher, wenn sie mit einer Zündkerze im verdichteten Medium verbunden ist. Schon ein stärkeres Nachlassen der Kompression ist am Spannungsausschlag erkennbar.

Statt Explosion tritt bei Kurzschluss ein Verschlussstopfen aus.

Die Primärwicklung ist an dem deutlich dickeren Draht mit wenigen Windungen, die Sekundärwicklung am dünnen Draht mit sehr vielen Windungen erkennbar. Eine Zündspule kann besonders durch die Primärwicklung recht heiß werden, weshalb diese eher um die Sekundärwicklung herum angebracht ist. Ältere Zündspulen haben sogar eine Sicherung gegen Überhitzung, die allerdings nur einen Brandschutz darstellt und nicht wiedereinschaltbar ist. Zur Sicherheit sollte man den Sekundär- und auch den Primärkreis einer Zündspule im laufenden Betrieb nicht berührten, es besteht Lebensgefahr ... 09/12






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