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  Zündung - Fehlersuche
        Ignition - troubleshooting






Zündet den Benziner so, dass er möglichst nicht klopft.

Das elektrische Zündsystem ist das letzte verbliebene, im Moment noch sichere Erkennungsmerkmal des Benzinmotors. Es hat die Aufgabe, das Kraftstoff-Luft-Gemisch in jedem Betriebszustand so zu zünden, dass der Druckanstieg kurz nach OT erfolgt. Dabei soll die Zündung zwar so früh wie möglich, aber auf keinen Fall zu früh erfolgen, weil sonst unkontrollierte Selbstzündung und damit klopfende Verbrennung auftritt. Der Zündzeitpunkt wird heute meist elektronisch entweder durch für jeden Betriebszustand gespeicherte Werte (Kennfeld) oder Überwachung z.B. mit Klopfsensor geregelt.

Die Energie kommt von der Batterie oder dem Generator.

Fremdzündung wird die Erzeugung eines Lichtbogens an der Zündkerze genannt. Dies wird durch Umwandlung vom 12V-Gleichspannung in meist mehr als 10.000 V Hochspannung möglich. Die Energie dazu (Bild) kommt entweder von der Batterie (Start), dem Generator (Motorlauf) oder von einem Dauermagneten. Um die Hochspannung zu erreichen, ist noch ein Transformator (meist in Sparschaltung) nötig. Bei Mehrzylindern gibt es genau festgelegte Zündfolge, die von der Zahl der Zylinder, deren Anordnung und den Kröpfungen an der Kurbelwelle abhängt. Moderne Zündspulen sind entweder mit jedem Zylinder einzeln oder mit je zwei von ihnen verbunden.

Die Zündung ist voll in das Motormanagement integriert.

Vorläufer der heutigen sind die Glührohr-, Summer- und Magnetzündung, wovon sich nur letztere gehalten hat. Die elektronische Zündung wirkt an der Abgasentgiftung und der Vermeidung von CO2-Ausstoß mit. Sie ist integrativer Bestandteil des Motormanagements geworden. Nach außen hin sind nur noch Bauteile wie die Zündspule und Zündkerze erkennbar. Selbst diese wird inzwischen auch schon als Sensor für das Gesamtsystem genutzt und ersetzt somit z.B. den Klopfsensor.

Induktion: Elektrischer Leiter schneidet Magnetfeldlinien.

Um einen Lichtbogen zu erzeugen, ist eine deutlich höhere als die Batteriespannung nötig. Diese wird durch Induktion gewonnen. Induktion tritt immer dann auf, wenn man einen elektrischen Leiter durch ein elektrisch oder magnetisch aufgebautes Feld bewegt. Das Wort selbst stammt aus dem lateinischen Verb ‚inducere' und heißt so viel wie ‚hineinführen'. Außer bei der Zündspule kann man Induktion an jedem Relais, dem Induktivsensor und auch im Elektromotor bzw. Generator beobachten.

Entweder Magnetfeld oder elektrischer Leiter bewegt sich.

Aufgewickelten, gegenseitig isolierten Draht nennt man eine Spule und es spielt überhaupt keine Rolle, ob man jetzt die Spule gegenüber einem Dauermagneten oder den Dauermagneten gegenüber der Spule bewegt. Man kann auch eine stromdurchflossene gegenüber einer nicht mit Spannung versorgten Spule bewegen, immer ist an letzterer dann eine Spannung messbar, deren Plus-/Minus-Ausrichtung von der Bewegungsrichtung durch das Kraftfeld abhängt.

Wichtige Fehlerhinweise durch Zündspannungsnadel

Heute fast noch wichtiger als früher ist das Oszilloskopbild des Sekundärkreises, im Nu angeschlossen und zur Auswertung bereit. Hier fällt z.B. eine abweichende Hochspannung sofort auf. Man nennt sie auch Zündspannungsnadel. Ist sie niedriger als die der anderen Zylinder, ist hier z.B. der Elektrodenabstand der Zündkerzen zu groß oder das Gemisch zu mager. Das gilt natürlich beim Elektrodenabstand auch für den umgekehrten Fall. Wichtig ist noch zu beachten, dass die einzelnen Zylinder in der Zündreihenfolge dargestellt werden. 03/12




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