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Klebeverbindungen 1



Aufgabe

Kleben hat im Kfz-Bereich große Vorteile. Gegenüber der Schweißverbindung weist es keinen Verzug auf und braucht keine teuren Plasmaschweisser. Auch muss die Umgebung nicht sorgfältig gegen mögliche Unfallursachen geschützt werden. Hitzeempfindliche Teile müssen nicht demontiert werden. Im Karosseriebereich hat sich das Kleben in besonderem Maße durchgesetzt. Z.B. die geklebte Verglasung von Fahrzeugen hat das Design sprunghaft verändert.
Nachteilig am Kleben ist die aufwendigere Vorbereitung der Klebestellen und die Empfindlichkeit gegenüber bestimmten Beanspruchungen. Auf Temperatur, Zug und besonders auf Abschälen reagieren Klebenähte empfindlich.

Funktion

Das Kleben zählt zu den stoffschlüssigen Verbindungen. Man unterscheidet zwischen Kohäsionskräften (lat. cohaehere = zusammenhängen) für den Zusammenhalt der Klebeschicht (also eines Stoffes) und Adhäsionskräften (lat. adhaehere = anhängen) für die Verbindung zu den Werkstoffen (also verschiedener Stoffe). Natürlich müssen beide Kräfte möglichst gleich hoch sein. Die Klebeflächen sind bei entsprechender Vorbereitung groß genug im Verhältnis zu den Übertragungskräften zu wählen.

Problematisch, dass sich selbst Profis oft nicht sicher sind, ob der Klebstoff noch seine vollen chemischen Eigenschaften hat. Dazu gibt es jetzt von 3M Hilfen durch Zugabe von Farben, die nur bei Alterung sichtbar werden: Blau für den Härter, Gelb für den Kleber. Erstaunlicherweise ergibt die Mischung nach guter Aushärtung Grün. Die Farben weisen also die Richtung zum Erfolg. 05/12


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