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  Herstellung von Fahrzeugteilen




Wer Gelegenheit hat, ein Werk zu besichtigen, wundert sich in den letzten Jahren immer mehr, wie wenig Menschen echt mit dem Produktionsprozess beschäftigt sind. Waren früher z.B. im Presswerk zumindest zwischen den riesigen Pressen noch Leute nötig, die Blechteile von der einen zur anderen Seite zu befördern hatten, so sind diese Arbeitsplätze fast gänzlich verschwunden. Nur beim Umrüsten werden noch Leute gebraucht, aber da haben sich die Zeiten drastisch verkürzt.

Auch war die Hochzeit, die Zusammenführung von Triebwerk und Karosserie immer ein Punkt vermehrter Handarbeit, so wundert man sich heute, dass die helfenden Hände dafür offenbar nicht mehr nötig sind. Nur bei der Endmontage wird es menschlich und ein wenig hektisch. Auch die Kontrolle der Fahrzeuge ist wohl ohne Menschen schwer vorstellbar.

Aber das ist hier nicht unser Thema. Wir wollen uns mit der Fertigung von den Teilen beschäftigen, die am Band schon fertig angeliefert werden, oder besser gesagt, den Teilen davon. So taucht ein Ausgleichsgetriebe für einen Fronttriebler beim eigentlichen Fahrzeughersteller schon längst eingebaut in dem großen Triebwerksblock auf. Auch die beiden Antriebswellen sind hier schon fertig.

Das Geheimnis der meisten Automobile ist, dass sie zu deutlich mehr als 50 Prozent nicht beim Hersteller, sondern beim Zulieferer gefertigt sind. Da herrscht natürlich weltweiter Wettbewerb. Es wäre mit Sicherheit interessant, bei einigen Edelkutschen die Zulieferer bestimmter Teile zu erfahren. Wir wollen uns etwas mehr mit der Fertigung von Fahrzeug-Kleinteilen beschäftigen.

Auf dieser Seite können Sie etwas mehr über die sehr flexible Gusstechnik mit einer enormen Genauigkeit ohne Nachbearbeitung erfahren. Das gilt natürlich auch für geschmiedete Teile. Wir kümmern uns zunächst um die spanabhebenden Verfahren. Und auf den ersten Blick hat sich so eine Maschine eigentlich gar nicht sehr verändert. Noch immer dreht sich ein eingespanntes Werkstück an einem Drehmeißel vorbei oder fährt der Fräser über die Oberfläche eines absolut unbeweglichen Teils.

Natürlich ist die Maschine vom Typ Numeric Controlled, arbeitet also nach Computerdaten. Die Qualitätskontrolle steht beinahe über allem und zusätzlich vermeidet man große Mengen von Ausschuss, indem die Maschine jedes gefertigte Teil selbst vermisst und nötige Korrekturen sofort durchführt.

So wie im Herstellerwerk selbst erfolgt auch der Zusammenbau beim Zulieferer sehr oft automatisch. Auch hier greift die Qualitätskontrolle ein, indem durch geeignete z.B. mechanische Maßnahmen verhindert wird, dass ein falsches oder mit nicht korrekten Maßen versehenes Teil die Gesamtkonstruktion in Verruf bringt. Es sind natürlich auch computerkontrollierte Kameras an dieser Stelle möglich, oder Lichtschranken bzw. automatische Vermessungssysteme.

Zulieferer haben es ohnehin schwer, weil nicht nur der Endkunde, nämlich der Fahrzeughalter über ihr Produkt stolpern kann, sondern sie auch noch den Fahrzeughersteller am Hals haben, mit dem ein längerfristiger Vertrag u.U. bedroht sein kann, wenn sich zu viele Reklamationen ergeben. Wie schon gesagt, kommt der enorme Kostendruck hinzu. Das zwingt zu neuen Fertigungsmethoden, die Zeit, Geld und im allergünstigsten Fall auch Investitionen sparen.

Nehmen Sie das hier animierte Teil. Hier wird in zwei Sekunden plus eine Sekunde Verweilzeit aus einem Stück Strangguss ein Rad im Achsantrieb, dessen Material hoch verdichtet (geschmiedet) ist. In diesem Fall muss noch nachgearbeitet werden, bevor das Teil einbaufertig ist, aber die Verwandlung pro Zeiteinheit ist schon enorm.


Fertig kommt ein Werkstück aus diesem Teil des Gesenks heraus. Dies drückt der Begriff 'Kalibrieren' aus. Wäre es allerdings ein herkömmlicher Fließprozess, dann sind enorme Kräfte nötig. Deshalb wird beim Taumelkalibrieren das Obergesenk in einem kleinen Winkel von bis zu 2 Grad umlaufend bewegt, so dass es praktisch zu einem Fließen mit anschließendem Verdichten kommt. Das funktioniert im kalten Zustand und braucht keine Nacharbeit.

Übrigens bedeutet die Kostensenkung und Verschnellerung der Produktion nicht, dass auch die Investitionen geringer werden. Eher ist hier das genaue Gegenteil zutreffend. So gibt es natürlich zum Taumelkalibrieren wieder eine passende Fertigungsmaschine und Gebrauchtmaschinen dürften bei so einem noch relativ neuen Verfahren recht rar sein. 11/10



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