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  Glasfaser verstärkter Kunststoff




Fangen wir an mit dem Begriff 'Laminieren'. Nein, damit ist nicht das Einschweißen von (Papier-) Dokumenten in Folie gemeint. In diesem Fall ist Laminieren als schichtweiser Auftrag gemeint. Stellen Sie sich z.B. die Negativform eines Bootes vor, mit sehr feiner Oberfläche. Darauf kommt als erste Schicht durchgefärbtes Epoxid- oder Polyesterharz, dann eine Schicht mit Glasfasermatten und wieder, diesmal ungefärbtes Harz. Das können Sie beliebig oft abhängig von der gewünschten Stabilität wiederholen.

Natürlich steigt das Gewicht, aber verglichen mit z.B. metallischen Werkstoffen ist GfK äußerst leicht. Unvergessen, wie ein Helfer das komplette (Kurz-) Heck eines Porsche-917 mit einem Arm anhebt. Und natürlich ist das so entstandene Teil auch schon (durch und durch) lackiert. Was nicht heißt, dass nicht auch eine gewöhnliche Lackierung möglich wäre. Sollte allerdings nicht zu schnell getrocknet werden, da evtl. ausströmende Gase die Arbeit verderben können.

Ein weiterer Vorteil ist die elektrische Isolationswirkung, wodurch Ableitungen von GfK bei Platinen-Herstellern recht beliebt sind. Im Kfz-Bereich ist besonders die hohe Korrosionsbeständigkeit des Werkstoffes ein Thema. Allerdings wird er nie ausschließlich zur Herstellung z.B. einer Karosserie verwendet, immer ist ein gewisser Anteil Stahlblech dabei, der eine bestimmte Art der Festigkeit hinzu gibt, aber den Korrosionsvorteil aufhebt.

Wir reden nämlich hier von einem duroplastischen Kunststoff. 'Durus' kommt aus dem Lateinischen und bedeutet 'hart'. In der heutigen Technik spricht man von dem 'Elastizitätmodul'. Gemeint ist, dass ein solcher Werkstoff kaum auf Festigkeitsanforderungen wie z.B. einen kräftigen Stoß reagieren kann. Er hält kleinere Stöße aus, bricht aber deutlich eher als ein zähes Metall. Das ergibt ein katastrophales Crashverhalten, weshalb nur sehr frühe Autos eine komplette Fahrgastzelle einschließlich Bodenplatte aus GfK hatten.

Für fast alle anderen Anwendungen bleibt es jedoch ein faszinierender Werkstoff. Und wenn man ihn nicht explizit für den Autobereich kauft, auch ausgesprochen preiswert. Ist keine besonders glatte Oberfläche erwünscht, lässt sich die Form sogar aus billigen Baustoffen wie z.B. Gips herstellen. Man könnte dessen Oberfläche sogar glatt schmirgeln. Womit wir wieder beim Laminieren wären.

GfK hat im Kfz-Bereich inzwischen eine lange Tradition. So kann Colin Chapman als Chef von Lotus als Pionier auf diesem Gebiet angesehen werden. 1957 erscheint das Modell Elite mit selbsttragender Kunststoff-Karosserie. Lotus ist eine kleine Firma und kann sich keine teuren Pressen für Metallbleche leisten. Außerdem werden aus steuerlichen Gründen manche Fahrzeuge als Kits zum Selbstbau verkauft. 03/12


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