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Geschichte - Verbrennungsmotor 7



Mindestens einer tanzt aus der Reihe. Ferrari, von der Mutter Alfa abgenabelt, beauftragt deren ehemaligen Konstrukteur mit der Konzeption eines Zwölfzylinders, allerdings mit je einer Nockenwelle pro Zylinderbank und mit nur drei Doppelvergasern. Da gehört in einem armen und dazu noch vom Krieg gebeutelten Land der unglaublich vielen Zwei- und Vierzylinder-Reihenmotoren wirklich Mut und Weitblick zu. Die Rennstrecken der Welt werden noch von ihm hören, sehr bald sogar mit nur 1,5 Liter Gesamthubraum.

Für die frühe Formel 1 sind das unglaubliche 1,5 Liter Gesamthubraum verteilt auf 12 Zylinder. Fiat bleibt wie gesagt beim Zwei- und Vierzylinder, aber Alfa Romeo steigt von den Höhen der kleinen Serien für wenige potente Kunden in die größeren Serien hinab. Fast immer gleich, der Anblick der DOHC-Vier- und vereinzelt auch Sechszylinder, am liebsten mit Weber-Doppel-Flachstromvergasern. Gibt es eigentlich irgend eine Motorbauart, die Lancia nicht probiert hätte? In dieser Zeit sind es gerade V6-Motoren mit weniger als 2 Liter Hubraum.

Frankreich ist in der Nachkriegszeit für Motoren-Fetischisten weniger interessant. Peugeot und Renault bauen Gebrauchsmotoren, Citroen immerhin luftgekühlte Zwei- und später sogar Vierzylinder-Boxer. Es werden noch ein paar Exemplare des Sechszylinder Traction Avant verkauft, bevor dieser Wagen von der legendären Göttin abgelöst wird. Ein ganz besonderes Auto, aber nicht deren Motor. Die goldenen Zeiten der Delage und besonders der Bugattis sind endgültig vorbei.

England behält nach dem Krieg wenigstens viele seiner Firmen, auch wenn diese viel später gewaltsam zusammengefasst werden. Aber noch gibt es die Freiheit des Handeln, mangels Devisen am besten mit Exporterfolgen. Die hat man mit den kleinen unerreicht eigenwilligen Sportwagen. Die Motoren weisen allerdings außer ihrer steuerbedingten Langhubigkeit keine Besonderheiten auf. Immerhin gibt es noch das Duo Bentley/Rolls-Royce. Von den einstmals 12 Zylindern sind 8 übriggeblieben mit immerhin 6,3 Liter Hubraum. Ach ja, beinahe vergessen, Rover baut Autos mit Gasturbine.

Die USA scheinen vor Kraft kaum laufen zu können. Die Autos werden, mit Ausnahme der Import-Zweisitzer aus England immer größer und erhalten viel Chrom und ein Heck mit Flugzeugflügeln. Zusätzlich will man die Frauen als Konsumenten gewinnen. Die daraus entstehende Zwei- bzw. Dreigangautomatik verlangt zusätzliche Leistung. Der Reihen-Sechszylinder wird durch den berühmten V8 ersetzt. Einfache OHV- Bauart mit zentraler Nockenwelle und viel Kraftstoff verschlingenden Vierfachvergasern werden uns bis zur Erdöl-Preiskrise und darüber hinaus im Gedächtnis haften bleiben.








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