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Nein, für ein Baustellenfahrzeug im Dauerbetrieb scheint dieser zusätzliche Vorderradantrieb wohl nicht geeignet. Da muss der Hersteller die zusätzlichen 400 kg für Verteilergetriebe, Kardanwelle nach vorn und Gabel- statt Faustachse wohl investieren. Hier würde die einfache Hydraulik wohl auf die Dauer überfordert werden.

Außerdem ist natürlich der Wirkungsgrad während der Allradphase nicht so besonders. Um sich aber aus einer momentanen Notlage zu befreien, scheint diese leicht bauende und mit Sicherheit auch kostengünstigere Anlage genau richtig. Vielleicht könnte man sie mit einem Notrad statt Reserverad vergleichen. Und im Normalbetrieb fällt sie weder durch Gewicht noch durch Einschränkung im Wirkungsgrad auf.

Auch kostenmäßig ist dieser, auf jede Achse anzupassende Zusatzantrieb genau das Richtige für Fahrzeuge, bei denen sich der Aufpreis für ein 'richtiges' Allradsystem nicht lohnt. Als Beispiel könnte hier der Leiterwagen einer Feuerwehr dienen, der wohl selten ins schwere Gelände muss, aber im Ernstfall auch diese Fähigkeit haben sollte. Ein Knopfdruck und das Zusatzsystem ist aktiviert.

Es gibt sogar noch einen Zusatznutzen. Denn immerhin stellt das System über die hydraulisch angetriebenen Radmotoren 50 kW Leistung bzw. bis zu 6000 Nm Drehmoment zur Verfügung, was den kompletten Lastzug z.B. zum feinfühligen Rangieren notfalls auch allein antreiben kann. Der hydraulische Traktionsassistent von Bosch ist also noch vielseitiger als nur bei durchdrehenden Antriebsrädern einsetzbar. 08/12

Hydrostatischer Kühlerlüfter



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