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  Schmierung 27 - Wellendichtring




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Wie notwendig er ist, merkt man erst bei seinem Defekt, der Simmerring oder Radialwellen-Dichtring. Und wie sorgfältig er eingebaut werden muss, zeigt eine erfolglose Reparatur der Undichtigkeit. Wichtig sind in diesem Fall wirklich die Flächen, die aufeinander reiben. Da ist auf der Dichtringseite eine vorgefertigte Dichtlippe mit einer leichten Struktur. Dass sie zur abzudichtenden Seite hin zeigen muss, ist wohl klar.

Man sollte aber auch auf die Oberfläche der Welle achten. Ist die etwas zu rau oder hat gar Riefen, braucht man die Reparatur gar nicht erst zu vollenden. Auch kann sie so weit eingelaufen sein, dass die Spannung der Schlauchfeder und damit die Anpresskräfte zu gering sind. Um wenige Millimeter kürzen darf/sollte man diese Feder höchstens bei bestimmten Oldtimern.

Natürlich ist auch die Wellenlagerung wichtig. Hat die zu viel Spiel, ist auch ein neuer Simmerring machtlos. Besonders wichtig ist der gleichmäßige Einzug des Dichtrings bis zum Endanschlag seines Sitzes rundherum. Egal ob durch Schlagen oder Pressen, der Druck muss gleichmäßig auf alle Teile des integrierten Blechmantels wirken. Ob trocken, mit Dichtmittel oder nass eingesetzt wird, sollte man vorher klären. Man entkommt der Frage, wenn man den fertig eingebauten Dichtring nimmt (Bild 3).

Dem Dichtring ist es relativ egal, ob er im ruhenden Gehäuse oder in einem Drehteil (Bild 7) angeordnet ist. Häufig ist er fest z.B. in einem Radlager (Bild 5) integriert. Auch zur Magnetisierung wird seine metallene Seele (Bild 6) genutzt. Da fehlt dann nur noch der Sensor. Die abzudichtende Welle kann nicht nur Dreh-, sondern auch hin- und hergehende Bewegung (translativ) ausführen (Bild 4). 04/12


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