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  Schmierung 29 - Umlauf




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Was heißt eigentlich schmieren? Im Prinzip wird ein Stoff zwischen zwei sich mit unterschiedlicher Geschwindigkeit bewegende Bauteile gebracht, die ansonsten einander berühren und meist verschleißträchtige Reibung erzeugen könnten. Der Abstand zwischen den beiden Reibungspartnern ist also gerade so groß, dass Schmiermittel geeigneter Viskosität dazwischen passt.

Jetzt gibt es sehr hochviskose Schmierung z.B. durch Schmierfett und niedrigviskose durch Öl. Letztere muss laufend, erstere nur selten ergänzt bzw. ausgetauscht werden. Dafür gibt es den Begriff 'Zentralschmierung', der im Bereich Lkw und Baumaschinen besondere Bedeutung hat. Eine der letzten im Pkw findet sich z.B. im Mercedes 300 S von 1951. Übrigens wird bzw. wurde zentral mit normalem Fett, Fließfett oder auch Öl geschmiert. Leider landen die Rückstände letztlich in der Umwelt, weshalb Hersteller damit werben, dass sie den Anteil der Rückstände reduzieren helfen (Video 1). Wir bleiben beim durch Öl geschmierten Lager. Haben Sie gewusst, dass der Ölumlauf im Motor relativ unabhängig von der Motordrehzahl ist?

Wenn das Öl von der äußeren Hauptlagerschale der Kurbelwelle in den Zwischenraum eintritt, steht dem eine mit der Drehzahl steigende Zentrifugalkraft entgegen. Ein ähnlicher Effekt ist in den Pleuellagern möglich. Gerade mit modernen geregelten Pumpen muss der Öltransport bis in das letzte Lager z.B. der Nockenwelle gesichert sein. Hinzu kommen immer mehr Aufgaben der Regelung auf den Ölkreislauf zu. Denken Sie nur an diverse Verstellmöglichkeiten an Nockenwellen, Ventilen und z.B. Riemenspannern.

Die nötige Kühlung durch den Ölkreislauf betrifft die durch Verbrennung und durch Reibung entstehende Wärme, die an das Kühlmittel abgegeben wird. Erstere kann z.B. durch Düsen unten am Zylinder sehr wirksam unterstützt werden. Zu beachten ist hierbei ein im stets gleichen Abstand von der Zylinderwand geführter Strahl, der garantiert die relativ kleine Öffnung zum Ringkanal des Kolben in jeder seiner Stellungen trifft, anders als im Video 2, in dem nur die Kolbenböden von innen angespritzt weden. Die Temperatur des Motoröls ist im Gegensatz zur umlaufenden Ölmenge sehr wohl von der Motordrehzahl abhängig.

Wenn also bestimmte Mindestdrücke von knapp unter 1 bis ca. 4,5 bar je nach Betriebszustand gefordert werden, geht man meist von relativ hohen, in der Praxis vorkommenden Öltemperaturen aus. Man befindet sich damit auf der sicheren Seite. Geregelte Pumpen können hier in vielen Betriebszuständen mehr als die Hälfte der Antriebsenergie einsparen gegenüber immer gleichmäßig bis zur Öffnung der Druckbegrenzung arbeitenden. Dies gilt besonders für zweistufig druckgeregelte Pumpen. 11/15


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