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Teil 5

In der Tat ist das vorige Jahrhundert voll von Entwicklungen im Bereich der Viskositätsmessung. Öle sind keine idealen Flüssigkeiten im Newton'schen Sinne, d.h. ihre Viskosität ist abhängig von der Scherbelastung. Deshalb dürfen Turbulenzen bei Fließversuchen mit Ölen keine Rolle spielen. Genau das aber ist bei den ersten Auslauf-Messgefäßen der Fall. Fast genauso unbrauchbar wie die ersten Formulierungen von 1911, wonach Öl bei einer bestimmten Minustemperatur noch gut 'aus der Kanne fließen' sollte.

Ein wesentliches Kennzeichen von wissenschaftlichen Versuchen ist deren Wiederholbarkeit. Deshalb gibt es ein mathematisches Gerüst mit klar definierten Bezeichnern und Einheiten. Bei Versuchen mit dem Auslaufgefäß können höchstens Öle verglichen werden. Dann müssten sich alle Labore auf ein sogenanntes Referenz-Motoröl einigen, mehr Behinderung als Fortschritt.

Routine beim Testen ist für ein Qualitätskontrolllabor ein wichtiges Kriterium. Das oben abgebildete Ubbelohde-Viskosimeter ist wegen des Luftdruckausgleichs u-förmig ausgebildet und verfügt über eine lange Kapillare (grün), die eventuelle Einflüsse turbulenter Strömung vermeidet. Man gießt oben Öl ein und misst die Zeit die die Oberfläche zwischen den beiden (roten) Strichen braucht.

An dieser Stelle wollen wir auf das Rotationsviskosimeter hinweisen, mit dem die dynamische Viskosität gemessen werden kann.

Teil 7






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