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  Geschichte der Schmierung 1






Die Entwicklung z.B. von Motoröl weist Parallelen zu der von Kraftstoffen auf. Das betrifft nicht nur die für beide gleiche Herkunft aus dem Erdöl. So wie beim Benzin Motorentwickler und Chemiker über mehr als 100 Jahre Hand in Hand gearbeitet haben, um die immer weiter gestiegenen technischen Möglichkeiten von Kraftstoffen für die Leistungs- und Wirkungsgradsteigerung von Motoren nutzbar zu machen, ist auch die Entwicklung bei den Schmierstoffen verlaufen, wenn auch mit etwas anderen Zielsetzungen.

Dabei haben (leider) die Segnungen dieser Entwicklung nie im Vordergrund der technischen Berichterstattung gestanden. Sie hätten es verdient gehabt, wenn man als nur ein Beispiel die drastisch gestiegenen Wartungsintervalle betrachtet. Etwas sind daran die Hersteller von Schmierstoffen auch selbst schuld, haben sie doch und tun es immer noch z.B. an besonders teuren Stellen (Formel 1) vielfach Werbung betrieben und so den Eindruck erweckt, der Preis für den teuren Saft fließe eher in die Budgets der Beworbenen als in die Entwicklung noch besserer Öle.

So müssen wir heute feststellen, dass der Durchschnitts-Autofahrer vielleicht über manche Geheimnisse seines Gefährts vielleicht ein wenig, über die verwendeten Schmierstoffe aber meist fast gar nichts weiß. Der Umweltschutz, die langen Intervalle und Nulltarife für den reinen Ölwechseldienst tun ein Übriges, den Autofahrer von dem früher häufiger üblichen Do-It-Yourself-Verhalten abzubringen. Und wenn es dann noch Leute gibt, die beim Nachfüllen von Öl den Motor randvoll abfüllen und dafür auch noch mit jedem einzelnen Liter von der Tankstelle bedient werden ...

Das war früher anders. Zu den Anfängen des Automobils ist eigentlich ein Chauffeur nötig, der neben seiner Fahrertätigkeit das Auto hegt und pflegt. Der hat fast grundsätzlich eine Ölkanne in der Hand oder einen Topf mit gelbem Schmierfett. Es gibt noch keine Zentralschmierung, man kennt sozusagen jede Schmierstelle persönlich. Das wird auch noch lange so bleiben, denn erst in den Siebzigern des vorigen Jahrhundert werden beim Pkw die letzten Schmiernippel abgeschafft. Beim Lkw gibt es sie auch heute noch.

Beim Fahrzeug aus der Zeit kurz nach 1900 ist sogar der Zylinderkopf (falls überhaupt abnehmbar) von Zeit zu Zeit zu entfernen und die Kolben von Ölkohle zu befreien. Auch das Einschleifen der Ventile von Hand muss ein guter Chauffeur beherrschen. In Ermangelung einer Fettpresse wird das Schmierfett mit dem Finger aufgetragen, wohl auch nicht die effektivste Methode. Noch früher haben die Motoren an den Schmierstellen kleine, auffüllbare Gläschen, die das Öl langsam einsickern lassen, natürlich nur bei sich langsam bewegenden Bauteilen.

Häufiger nachzusehen ist nicht die schlechteste Methode für den Erhalt eines Fahrzeugs. Typische Methode von Oldtimer-Besitzern, z.B. den Fahrzeugboden nur mit einem Anstrich zu sichern und nicht mit einer dicken Kunststoffschicht, so dass irgendwelche Schwachstellen bei allerdings regelmäßiger (!) Kontrolle nicht verborgen bleiben, so wie es früher gang und gäbe war. Wo allerdings geht bei dauerndem Nachschmieren der Überschuss an Schmiermittel hin? Natürlich in die Umwelt.

So ist das auch, als die Apparate mit den Leitungen zu den Schmierstellen auftauchen, die so z.B. alle 10 Kilometer betätigt werden müssen. Solange es sich um eine (Hand-) Pumpe pro Schmierstelle handelt, ist das bis auf den Umweltaspekt in Ordnung. Aber solche Zentralschmierungen gibt es, pneumatisch oder elektrisch angetrieben beim Lkw immer noch, allerdings nicht mit Öl wie früher, sondern mit Fließ- oder Normalfett betrieben. Und hier kann schon eher eine Schmierstelle unterversorgt bleiben. Noch bei der berühmten Adenauer-Limousine gibt es im Tacho eine Erinnerungsanzeige für die Betätigung der Zentralschmierung, allerdings für ein 100-km-Intervall. 11/11







Teil 2


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