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Lesenswerter Reisebericht: 16.000 km durch die USA



Es gibt Ende der 30er zwar schon Flugboote und Zeppeline, die um die halbe Welt fahren, aber nach Amerika reist der gewöhnliche Tourist mit dem Schiff. Er kommt in New York an, meist mit Verspätung und vorbei an der Freiheits-Statue. Hat der Hafen ihn entlassen, lernt er den Service eines guten Hotels kennen, etwas anders als im guten alten Europa.

Hoch sind die Gebäude hier wie sonst nirgendwo auf der Welt. Mit Turm fast einen halben Kilometer misst das Empire State Building, 102 Stockwerke, 1931 erbaut und erst 1972 vom World Trade Center abgelöst, was inzwischen durch das schreckliche Attentat schon wieder Geschichte ist. So erlebt der Besucher im Hotel allein zehn Aufzüge mit einem Fahrplan wie bei der Eisenbahn. Es gibt auch hier Expreßzüge mit bis zu 80 Stockwerken pro Minute ohne Halt.

So wie es bei den Aufzügen in jedem Stockwerk weibliches Personal gibt, überwacht im New York dieser Jahre an jeder größeren Kreuzung ein Polizist das Verkehrsgeschehen. Zwei Wärter überprüfen die Gäste auf der Aussichtsplattform des Empire State Buildings auf Selbstmordabsichten. Auch sonst sind viele Bedienstete unterwegs. Es scheint Arbeitskräfte genug zu geben.

Aber es sind ja auch genug arme Leute da und unterwegs. Die Bronx und Harlem gibt es auch schon zu der Zeit. Die Kriminalitätsrate steigt, Schnellgerichte verurteilen am laufenden Band. Es ist der Anfang einer Entwicklung, die gut 30 Jahre später ihren Höhepunkt erreicht und sich erst mit der Null-Toleranz-Strategie von Bürgermeister Giuliani deutlich verbessert. Heute kann man tagsüber außer in Teilen der Bronx überall hin.

Der Broadway erstrahlt auch in den 40ern von vielen Leuchtreklamen, besonders wo er am Times Square die 5th Avenue kreuzt und sich dann ganz weit nach Norden hinzieht, deutlich über Vororte wie Yonkers hinaus. Wie verlässt man New York, wenn nicht mit dem Auto? Wenn man es nicht eilig hat und etwas mehr Geld, dann mit der Bahn, natürlich von Grand Central aus.

Wer New York mit dem auch schon Ende der 30er in Massen existierenden Greyhound verlässt, reist mit einem gut Teil Enttäuschten, was vorzugsweise in Wartesälen auf die Stimmung drückt. Ist jedoch das Gepäck erst einmal verstaut - Gepäckträger gibt es auch am Busbahnhof - steht einem gewissen Gefühl der Sicher- und Geborgenheit beinahe nichts mehr im Wege.

Immerhin darf man zu der Zeit im Bus noch rauchen, zumindest auf den hinteren Sitzen. Allerdings sind wir noch weit vor der Bürgerrechtsbewegung, weshalb sich Farbige mehr nach hinten zu orientieren haben. Dadurch wird auch ein Nebeneinander von Schwarz und Weiß vermieden. Sofern man die Halbinsel Manhattan nicht nach Norden über Land verlassen will, stehen damals zwei Tunnel unter dem Hudson zur Verfügung.

Der ältere von beiden ist der Holland-Tunnel mit je zwei Fahrspuren in getrennten Röhren für jede Richtung, ca. 2,5 Kilometer lang. Ende der 30er Jahre muss man noch in beiden Richtungen Mautgebühren bezahlen, heutzutage nur stadteinwärts. Er ist einer der ersten Tunnel überhaupt mit Ventilationssystem. Vielleicht ist deren mangelnde Wirksamkeit auch der Grund für die seinerzeitige Mindestgeschwindigkeit von 80 km/h (50 m/h). Wer zu langsam ist, zahlt Strafe. 01/13



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