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Fast 100 km/h beträgt um 1900 der Geschwindigkeitsrekord für Fahrzeuge im Westen, während in Japan der Gebrauch normaler Autos so gut wie unbekannt ist. Im Westen hat man sich die Aufgaben geteilt: Deutschland hat den hier erfundenen Automotor (samt Gefährt) zur Auslieferung gebracht, Frankreich ihn schneller unter die Leute verteilt und USA tauglich für Massen gemacht.

Nichts davon im fernen Osten. Auch Mitteleuropa und USA haben zu Beginn und noch lange Zeit ein miserables Straßennetz, in dem oft genug z.B. die Staubentwicklung am Fortkommen hindert, aber in Japan wäre selbst das schwer möglich gewesen. Man hat das Gefühl, die Städte sind bewusst so eng gebaut, dass ein Passieren mit etwas anderem als einem von Menschen gezogenen Handkarren unmöglich ist.

Mit schlechten Straßen ist natürlich der mögliche Aktionsradius begrenzt. So bleibt es auch bis weit in die zwanziger Jahre hinein. Die ersten Autos, die über den großen Teich kommen, sind von General Motors und Ford, wobei letztere verstärkt nach dem großen Erdbeben von 1923 gebraucht werden. Immerhin sind bei großen Naturkatastrophen Landwege schneller wiederherstellbar als beispielsweise Schienenverbindungen. Ford bleibt, Sie dürfen raten mit welchem Modell, führend auch gegen GM, Europa ist nur mit Klein- bzw. Kleinstwagen vertreten.

Betrachtet man die Aktivitäten der Japan zur Herstellung von Kraftfahrzeugen, so muss nicht nur deren Entwicklung über die Lizenznahme bei italienischen bzw. englischen Firmen in Gang gebracht werden, es fehlt auch an Zulieferern, ohne die auch und gerade heute ein Autowerk nicht existieren kann. 04/12



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