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Es gibt genügend Gründe für eine gewisse Isolation Japans, in der Geschichte noch deutlich mehr als heute. Da ist zunächst einmal die geografische Situation von Europa aus gesehen noch weiter als China am entgegengesetzten Ende der Welt, wenn auch auf der gleichen Weltkugelhälfte. Zusätzlich neigten Inselstaaten früher des öfteren zum Eigenbrödlertum. In Europa mag da Großbritannien ein Beispiel sein.

Das Jahrhunderte alte Feudalsystem unterstützt die Tendenz zusätzlich. Erst die Meiji- ersetzt ab 1867 die Bakufu-Regierung und beschneidet die Rechte der Samurai endgültig. Der Staat wird von Korruption befreit, der Kaiser erhält seine bis heute bewahrte Stellung zurück. Bis aufs Land hinaus wachsen die Hoffnungen auf Befreiung von strengen Hierarchien.

Durch sie bleibt das Land arm und streng durch die Natur gegängelt. Nur eine Reisernte pro Jahr ist möglich. Ohne Disziplin und gegenseitige Hilfe ist selbst die verloren. Im Haus herrscht der älteste Mann, der seine Rechte an den Erstgeborenen bei strenger Erziehung weiter gibt. Eigentlich gibt es keine Chance, über den Tellerrand der dörflichen Gemeinschaft hinaus zu blicken.

Asiaten tragen (oft Gott sei Dank) ohnehin ihr Herz nicht auf der Zunge und lassen auch durch ihre Mimik kaum in ihr Inneres blicken. Bei vielen Japanern kommt noch die Zugehörigkeit nicht nur zu einer Religion hinzu, was doch immerhin auf eine tiefere Verwurzelung als z.B. beim Durchschnittseuropäer schließen lässt. Wahrscheinlich muss man aber auch hier einen Unterschied zwischen jung und alt machen.

Erste zaghafte Handelsbeziehungen nach USA hin gibt es erst seit etwa 1850. Das erste von Europa übernommene Verkehrsmittel ist die Eisenbahn, dies allerdings mit sehr viel mehr Erfolg als später die Automobile. Hier entstehen die auch für später wichtigen Beziehungen zu Großbritannien, das Lokomotiven und Waggons liefert. Um 1900 ist das Eisenbahnnetz komplett und ein wichtiger Teil der japanischen Wirtschaft.

Besonders auf mehrere Inseln verteilte Staaten haben den Vorteil, Material per Schiff auch innerhalb des Landes günstig transportieren zu können. Deshalb ist das Straßennetz um die Jahrhundertwende und auch noch längere Zeit danach absolut unterentwickelt. Außerdem sind diese Inseln vulkanischen Ursprungs, was die Gefahr von Erdbeben deutlich erhöht. Man sagt vielen Japanern nach, dass sie in ihrem Leben schon dreimal ihr Haus neu aufbauen mussten.

So beruht die Gründung der Firma Mitsubishi in erster Linie auf dem Bau von Kriegs- und etwas später Handelsschiffen im 19. Jahrhundert. Autos baut die Firma mit großem Erfolg erst seit der Mitte des 20. Jahrhunderts. Dazwischen liegen der Eisenerz-Handel mit China und der Aufbau einer japanischen Schwerindustrie. Mit zunehmender Mechanisierung entsteht das 'japanische Wirtschaftswunder' mit enorm gesteigerten Ausfuhrraten für Textilien und viele andere Fertigprodukte, darunter auch Schiffe und Lokomotiven.

Es gibt unglaublich viele Versuche, das Automobil in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts zu etablieren. Hier kommen auch amerikanische Hersteller in Betracht, aber deren Versuche darf man insgesamt eher als gescheitert betrachten. Eines der größten Probleme ist wohl die Versorgung mit Reifen, bei denen jeder einzelne, der ohnehin sehr wenigen Wagen, eine andere Dimension hat. Handel und Import lohnen sich deshalb nicht, nach relativ kurzer Zeit ist das Fahrzeug unbrauchbar.

Der Lkw-Bau verspricht mehr Erfolg. Immerhin gibt es hierfür Zuschüsse von der Regierung, die sich damit das Recht erkauft, diese Fahrzeuge im Ernstfall für militärische Zwecke benutzen zu können. Allerdings sind die besonders leichten Transportfahrzeuge und Taxen erfolgreicher. Sie passen sich besser den engen Verkehrverhältnissen im bevölkerungsreichen Japan an. Noch viel später darf z.B. ein Auto nur erworben werden, wenn ein Abstellplatz nachgewiesen wird.



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