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Reifen-Herstellung



Hauptsächlich besteht ein Reifen aus natürlichem (30%) und synthetischem (5%) Kautschuk und sehr vielen anderen Werkstoffen wie Vulkanisiermittel, Weichmacher, Stahlseile, Textilfäden wie Polyester, Rayon, Kevlar oder Aramid. Aus diesen Grundstoffen werden, z.T. auch in verschiedenen Werken, die Teile eines Reifens hergestellt.

Da ist zunächst einmal die Verarbeitung des Stahlcords. Unter fast antiseptischen Bedingungen werden die Stahldrähte in einem Kalander mit Gummi überzogen und zu einer Karkassenschicht zusammengefasst. Das gleiche passiert mit dem Textilcord aus synthetischen Fasern aus Rayon, Nylon oder Aramid, der allerdings im Gegensatz zum Stahlgürtel von Wulst zu Wulst geht. Aus Stahl entsteht auf ähnliche Art der Kernring (Wulst) mit Kernprofil.

Eine Schneckenpresse (Extruder) stellt - vielleicht in einem anderen Werk - den Laufstreifen im Prinzip als Endlosband her. Es folgt die Kontrolle auf exakt gleichbleibendes Gewicht und der Zuschnitt auf das endgültige Reifenmaß. Wiederum ähnlich entstehen Seitenwand und Innenschicht aus luftundurchlässigem Synthesekautschuk, die den früheren Schlauch ersetzt.

Das Wickeln bildet gleichsam die Endmontage des Rohlings aus Wulstkernen, Innenseele, Kernen aus härterem Gemisch, Stahlgürtel und Seitenwänden. Als letztes kommt das Laufband drauf. Der Reifen hat jetzt sehr ungefähr seine äußere Form und Größe, aber noch kein Profil. Er wird mit einer speziellen Flüssigkeit eingesprüht und in die runde Form gelegt, von der oben nur ein Segment im Schnitt sichtbar ist.

Zwei Teile der beweglichen Außenkontur mit der Negativform des Profils sind zu sehen. Sie werden über die Führungsstücke an ihrem oberen Rand so weit zum Mittelpunkt hin bewegt, dass sich ein geschlossener Kreis ergibt. Oben drauf liegt die gleiche beheizte Platte, die hier unter der Form zu sehen ist. Von innen wird jetzt ein Teil eingesetzt, das den schlauchlosen Reifen wie eine Felge komplett abdichtet und dann Heißdampf hineingepumpt. Dabei wird der Rohling in alle Vertiefungen hineingedrückt und erhält so in ca. 8 Minuten seine endgültige Form.

Wichtig zu erwähnen, dass durch das Vulkanisieren die einzelnen Teile endgültig und innig miteinander verbunden werden. Die Profile sind so vielfältig geworden und die Serien oft so klein, dass Reifenhersteller die Herstellung oft spezialisierten Firmen überlassen. Durch die in CNC-Technik hergestellte Aluminiumform nimmt der Reifen bis in feinste Zeichnungen hinein die vorgegebene Form an. Meist ist die Form genauer als es für die Reifenherstellung nötig wäre. Natürlich lassen sich alle Teile austauschen, z.B. die Ringe mit den Reifenbezeichnungen. 08/08


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