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  Ganzjahresreifen




Haben Sie gewusst, dass Verkehrsbetriebe mit 50 bis weit über 100 Bussen oft mit Ganzjahresreifen unterwegs sind, Sommer wie Winter? Ganzjahresreifen, das sind diese verpönten Produkte, denen man weder gute Sommer- noch Wintereigenschaften zutraut. Von denen man nicht weiß, ob sie z.B. für Pässe in den Alpen überhaupt zugelassen sind.

Der Grund, warum die Verkehrsbetriebe das so handhaben, werden vermutlich Kosten sein. Sie können es sich nicht erlauben, z.B. bei Schulbussen im Winter mit Sommerreifen ertappt zu werden, scheuen aber auch aus Zeit- und Kostengründen die halbjährliche Umrüstung.

Ganzjahresreifen, das hören Reifenhersteller gar nicht gern. In der Regel verkaufen die lieber ein zusätzliches Set an Winterreifen und nötigen die Autofahrer/innen, diese bei weniger als 4 Millimeter Restprofil auszutauschen. Ein gutes Geschäft, wie man sich denken kann.

Reifenhersteller sprechen in Deutschland, wo es noch mit 20 Prozent die geringste Quote von ganzjähriger Sommerbereifung gibt (Europa 75 Prozent), gern von 'Winterreifenpflicht', obwohl man hier den ganzen Winter mit Sommerreifen fahren darf. Es darf halt nur nicht zu einer Behinderung der anderen Verkehrsteilnehmer oder einem Unfall kommen.

Und in all die sorgfältige Lobbyarbeit hinein platzt die Nachricht des Reifenherstellers Michelin. Der jahrelang von unglaublich vielen Ingenieuren/innen entwickelte und getestete 'Cross Climate' soll 'einzigartig die Vorteile von Sommer- und Winterreifen vereinen'. Da reibt sich der/die Verbraucher/in doch verwundert die Augen und fängt an, sich auf ein Leben ohne schwierig zu erhaltende Termine für den Reifenwechsel zu Winterbeginn und ohne Einlagerung zu freuen.

Doch gemach, es wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Und die Entwicklung von Reifen, das ist eine der schwierigsten Abwägungen im Kfz-Bereich. Grob geschätzt sind mindestens zehn verschiedene Kriterien zu beachten. Betont der Hersteller das eine zu sehr, fallen die anderen hinten hinunter. Immerhin sind die Eigenschaften von Reifen inzwischen zertifiziert.

Eine Entwarnung kann man allerdings geben, die Sicherheit leidet mit dem neuen Reifen nicht, weder im Sommer noch im Winter. Und auch das berühmte kleine Gebirgsmassiv mit der Schneeflocke 3PMSF (Three Peak Mountain Snow Flake) ist drauf, Garant für die Zulassung bei Passfahrten im Winter. Eine neuartige Gummimischung macht's möglich

Man hat es ja ohnehin nicht geglaubt, dass der Winterreifen bei Temperaturen unter exakt 7°C seine Vorteile so besonders ausspielen kann. Man ist natürlich von einer weicheren Gummimischung des Winterreifens ausgegangen, die ihre Vorteile mit zunehmender Kälte ausspielt. So ähnlich wird es auch beim Cross Climate sein. Außerdem verfügt er über die famosen kleinen Lamellen, aus denen der Schnee auch wieder herausgedrückt wird.

Um die ganzen Beschreibungen von Michelin bezüglich der Geometrie von Profilblöcken abzukürzen ... Sie werden sich fragen, wo denn die Nachteile dieser eierlegenden Wollmilchsau sind. Es sind die mangelnde Langlebigkeit und der erhöhte Energieverbrauch, in dem der Reifen im Moment jedenfalls nur ein 'C' und kein 'A' wie im Sicherheitsbereich erreicht. Es ist also mit einem leicht erhöhten Kraftstoffverbrauch zu rechnen. Und ob er wirklich alle Vorteile des klassischen Winterreifens erreicht, da ist selbst der Hersteller skeptisch. 03/15



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