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Sternmotor




Neunzylinder-Sternmotor von BMW für Junkers Ju 52
Hubraum27.700 cm³
Bohrung * Hub155,5 * 162 mm
Verdichtung6,0 - 6,5 : 1
Leistung507 kW (690 PS) bei 2100 1/min
Gewicht430 - 530 kg

Sternmotor als luftgekühlter Flugzeugmotor

Der Sternmotor hat die Geschichte der Hubkolbenmotoren in Flugzeugen entscheidend mitbestimmt. Überwiegend luftgekühlt hat es auch Exemplare mit Flüssigkeitskühlung und Diesel-Vorkammermotoren als Zweitakter gegeben. Der Sternmotor bringt in kompakter Bauweise möglichst viele Zylinder ohne Benachteiligung einzelner in den kühlenden Luftstrom. Dazwischen ist evtl. noch Platz für eine zweite, versetzt angeordnete Reihe, sehr günstig auch für den Massenausgleich. In der Entwicklung sind sogar Sternmotoren mit bis zu vier Reihen gewesen.

Der Sternmotor wurde auch als Umlaufmotor ausgeführt.

Es gibt beim Sternmotor z.B. im Flugzeug auch die Möglichkeit, den kompletten Motor um die still stehende Kurbelwelle rotieren zu lassen. Es können sich sogar beide Baugruppen jeweils mit einem Propeller gegenläufig bewegen. Für die Luft/Kraftstoffzufuhr ist das kompliziert, für die Luftabfuhr eher sogar noch vorteilhaft, treibt doch das an kurzen Rohren ausströmende Abgas das Gehäuse zusätzlich an. Es gibt diesen Motor nur zu Beginn der Entwicklung wegen seiner Vibrationsarmut. Mit der Leistungszunahme der Motoren verschwindet er. Einen Umlaufmotor am Motorrad finden Sie hier.

Kolbendruck über Haupt- und Nebenpleuel auf einen Kurbelzapfen

Alle Kolben/Zylinder sind in einer Ebene angeordnet. Um sie mit einem einzigen Kurbelzapfen zu verbinden, ist ein Mutterpleuel nötig, an dem die anderen Pleuel befestigt sind. Im Bild 3 können Sie das Mutterpleuel oben rechts auch an der massiveren Bauweise deutlich erkennen. Die Kurbelwelle, in Bild 4 dargestellt und aus Montagegründen geteilt, hat pro Zylinderreihe eine Kröpfung. Die Zylinderzahl ist wegen der durchgängigen Zündfolge bei Viertaktmotoren ungerade.

Starten ohne Elektromotor oder Anwerfen möglich.

Am Sternmotor wurde der Selbstanlauf ohne Starter versucht. Er hat dafür die besten Voraussetzungen aller Mehrzylindermotoren, gibt es doch immer mindestens einen Zylinder, der durch Zündung seines Luft- Kraftstoff-Gemisches den Motor anwerfen könnte. Diese Versuche werden zurzeit - allerdings mit elektronischem Einfluss - bei Benzin-Direkteinspritzung wieder aufgenommen.

Sternmotoren als Lizenznachbau bei BMW

Bei dem oben dargestellten Motor handelt es sich um ein BMW-132-Triebwerk in Lizenz von Pratt & Whitney. Er wird seit 1928 produziert und später weiter entwickelt. So vergrößert man im Zusammenhang mit Leistungssteigerungen die Fläche der Kühlrippen und stellt den Motor von Zoll- auf metrische Maße und deutsche Normen um. Es hat ihn auch mit direkter Benzineinspritzung, um ihn unabhängig von Bewegungen um die Längs- und Querachse zu machen. Ein 132-Motor treibt das erste Verkehrsflugzeug über den Atlantik.

Sternmotoren für Fahrzeuge geeignet?

Vereinzelt hat es Sternmotoren auch in Fahrzeugen gegeben, obwohl hier ihre Vorteile nicht wirklich zur Geltung kommen. So hat es bei den von Professor Porsche entwickelten Käfer-Prototypen 1936 auch einen mit liegendem, luftgekühltem Sternmotor gegeben. 01/08




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