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  Lang-Lkw




Sattelzug: max. 16,5 m, Gliederzug: max. 18,75 m

Der Lang-Lkw bzw. Gigaliner befindet sich im Versuch und in der Diskussion. Per Definition ist er ein auf 25,25 Meter verlängerter Lastzug. Dies geschieht, indem man einen als 'Dolly' bezeichneten lenkbaren Ersatz für die Sattelzugmaschine mit einem Sattelauflieger kombiniert und dann hinter einen gewöhnlichen Lkw hängt. Zwei Container würden auf den Sattelauflieger, einer auf den Zugwagen passen, dürfen aber bei weitem nicht ihre volle Ladetonnage ausnutzen.


In der europäischen Gesetzgebung sind diesem Riesen bis zu 60 Tonnen erlaubt, in Deutschland nur 44. Mercedes spricht sogar von nur 40 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht. Der Auflieger kann zwei oder dreiachsig sein. Wie Sie aus den Bildern oben unschwer erkennen können, wäre bei der Zahl der Achsen eine weitaus höhere Tonnage möglich. Nimmt man die tatsächliche Achslast als Maß für die Straßen- und Brückenbelastung, so ist der Lang-Lkw günstiger als der gewöhnliche Sattelzug.

Geht es um die Sicherheit, so sind die gesetzlichen Auflagen an ein solches Fahrzeug momentan deutlich höher. Z.B. werden mehr Assistenten gefordert und auch die Kamera nach hinten ist Pflicht. Durch die größere Zahl der Reifen bei gleicher Tonnage dürfte der Bremsweg eher noch ein wenig kürzer sein. Überhaupt würde sich mancher Autofahrer über die Fähigkeiten eines modernen Lastwagens beim Bremsen wundern. Trotzdem fährt man am besten nicht zwischen zweien im Konvoi.

Wer allerdings den Herstellern und Fuhrparkbetreibern glaubt, geht von einer Einsparung von 3 zu 2 Lkw durch den Lang-Lkw aus. Allerdings weiß wohl endgültig niemand, wie sich das Gesamtvolumen an Güterverkehr entwickeln wird. Beim Seetransport geht man derzeit (2015) von einer Verdoppelung bis 2020 aus. Sehr schade ist, wie sich die Bahn als mögliche Alternative entwickelt. Lesen Sie hier ein Beispiel für ein Bahnprojekt im Bereich Transport und seinen Schwierigkeiten.

Inzwischen lobt man den Lkw schon als nahezu gleich ökologisch im Vergleich zur Bahn. Das tröstet den/die normale(n) Autofahrer/in wenig, der/die mit der enormen Zunahme des Lkw-Verkehrs zu kämpfen hat. Ob der Lang-Lkw da ein wenig Entlastung bringt oder z.B. an Raststätten den Lkw-Dschungel noch verstärkt? Immerhin wird jetzt schon eine Vielzahl von vierspurigen Ausbauten unserer Autobahnen geplant. Da kommen leicht bis zu 40 Meter Autobahnbreite zusammen. Ob das die Lösung ist?

Schwertransporter bis 200 t: keine größeren Motoren, nur mehr Achsen.

Eines ist allerdings klar: Bei Punkt-zu-Punkt Lieferung z.B. von Autowerken, die auch noch Just-In-Time erfolgen soll, scheint der Neue wirklich Vorteile zu bieten. Seine Vorzüge werden besonders für die Lieferung leichter und gleichzeitig voluminöser Teile hervorgehoben. Da hat die schwere Bahn kaum Chancen. Es gibt Autowerke, die nicht nur einen bestimmten Zeitkorridor der Lieferung, sondern auch noch eine ganz bestimmte Positionierung und Reihenfolge der Teile verlangen. Hält der Lkw demnächst direkt neben dem Band?

Endgültige Bewertung: Sehr schwierig, weil geklärt werden müsste, ob die Bahn überhaupt mit der von manchen Industriezweigen geforderten Flexibilität der Logistik mithalten kann. Auch ist ein teurer Bahnanschluss nötig. Hat ihn nur einer der Transportpartner, muss doch wieder auf den Lkw umgeladen werden. Andererseits lehrt die Geschichte, dass sich momentane Verbilligungen sehr schnell durchsetzen. Neu zu errichtende Fabriken könnten sich den Bahnanschluss sparen, auch wenn sie an einer Bahnstrecke liegen. Trotzdem ist nicht sachgerechte Polemik gegen den Lang-Lkw wenig hilfreich. 07/15


Rangieren von Gliederzug und Lang-Lkw vergleichbar.


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