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Wer hätte gedacht, dass so viel Rationalisierung im Transportsektor je möglich sein würde? So muss bei der Verladung von Containern der Mensch eigentlich nur noch beim Andocken und Absetzen eingreifen, ähnlich wie beim Flugzeug bei Start und Landung, den Rest erledigen Computer. Deren Einsatz bei Transport und Logistik ist wohl unabänderlich. So wird der Lkw zum rollenden Lagerplatz und sein(e) Fahrer(in) zum disponiblen Angestellten. Ade, Kapitän der Landstraße, halb selbstständiger Unternehmer, der Disponent bestimmt, wann und wo es langgeht.

Damit kann sich der Lkw sehr gut z.B. gegen den Transport per Schiff behaupten, obwohl dieser deutlich billiger und wegen der energiepolitischen Aspekte nicht zu schlagen ist. Aber vom Schiff aus muss umgeladen werden, womit wir wieder beim Verteilerverkehr wären. Auch muss man beim langsamen Transport im Voraus planen und ist wenig flexibel. Und ist so ein Transport per Schiff z.B. bei Niedrigwasser durch das in letzter Zeit häufiger verrücktspielende Klima immer vollkommen verlässlich?

Bleiben Bahn und Flugzeug, wobei letzteres nur sinnvoll ist, wenn jemand die deutlich höheren Energiekosten bezahlt. Die Bahn kommt für die meisten Güter den Zielorten schon deutlich näher, ist allerdings auf Schienen und Verladestationen angewiesen. Berge stellen für sie ein deutliches Hindernis dar. Also wieder Verteilerverkehr mit nötiger Umladelogistik und -zeit.

Allerdings bleibt der Lkw hinsichtlich seiner Nachteile in dieser Diskussion auch nicht unbehelligt. Da sind zunächst die anderen Verkehrsteilnehmer, die zumindest in den noch zweispurigen Autobahnteilen den Lkw bisweilen als äußerst störend empfinden. Die Straßenbaubehörden sehen ihn als den Hauptverursacher aufwendiger Reparaturarbeiten. Auch die inländischen Transportunternehmer sind angesichts der Lkw-Maut, Restriktionen bei den Fahrzeiten und vor allem der ausländischen Konkurrenz keineswegs zufrieden.

Übrigens sollte sich mancher Pkw-in den-Urlaub-Fahrer von der Regelung der Fahrpausen eine Scheibe abschneiden. Sechs Stunden durchfahren ohne mindestens 45 Minuten Pause darf ein Lkw-Fahrer nicht. Das härteste Beispiel aus den Lenk- und Ruhezeiten ist wohl, dass man nach einer 56-Stunden-Woche in der nächsten nur noch 34 Stunden fahren darf. Noch ein Beispiel für Regulierungswut gefällig? Ein Lkw darf auf der Landstraße nur maximal 60 km/h fahren. Also schimpfen Sie nicht, wenn Sie hinter einem solchen herzockeln müssen.

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