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Vierradlenkung (mechanisch)



Aufgabe

Mehr als eine gelenkte Achse kommt z.B. im Nutzfahrzeugbereich häufig vor. Hier ist es jedoch eine zweite Vorderachse, die dann eingebaut werden muss, wenn die zulässigen Achslasten überschritten werden. Aber auch hintere gelenkte Achsen hat es in der Geschichte häufiger gegeben und gibt es noch heute, wenn z.B. beim Gabelstapler nur die Hinterachse gelenkt wird. Fahrzeuge mit gelenkter Vorder- und Hinterachse kamen und verschwanden wieder, genau wie die hier vorgestellte mechanische Lösung.

Funktion

Eine gelenkte Hinterachse kann von doppeltem Nutzen sein. Bei geringen Lenkrad-Einschlägen kann sie den Schräglaufwinkel verringern, d.h. sie lenkt ein wenig in die gleiche Richtung wie die Vorderräder. Dadurch wirkt die Hinterachse in Kurven spurstabiler. Das Handling des Fahrzeugs wird verbessert.
Das gleiche gilt auch für große Lenkeinschläge. Man geht davon aus, dass diese nur bei sehr geringen Geschwindigkeiten vorkommen, z.B. beim Einparken. Hier kommt es auf einen geringen Wendekreis und damit auf äußerste Wendigkeit an. Wenn die Hinterachse bei voller Auslenkung der Vorderachse in fast gleichem Maße mitlenkt, ist eine kleinere Parklücke nutzbar oder eine größere leichter anzusteuern.
Übrigens wird bei dem Thema Vierradlenkung häufig vergessen, dass auch ganz normale Hinterachsen Lenkbewegungen in kleinem Maße ausführen. Schon die an Längslenkern befestigte Starrachse lenkte durch die Bewegung der Karosserie mit ein. Noch viel mehr tun das z.B. moderne Fünf-Lenker-Achsen. Wozu sonst ist der fünfte Lenker da?

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