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  Kurbelwelle - V8




Ein Kurbelzapfen je Zylinder trotz V-Motor

Diese Kurbelwelle ist eher ein Halbzeug als ein fertiges Produkt. Die einzelnen Pleuellager wurden nach dem Schmieden mit großen Kräften in die richtige Position gedreht (Twisten). Ansonsten ist sie noch unbearbeitet, lässt aber ihre Funktion schon voll erkennen. Sie unterscheidet sich wesentlich von den üblichen V8-Kurbelwellen. Hier steht für jeden Zylinder ein eigenes Pleuellager zur Verfügung. Diese Methode ist nötig, wenn vom 90°-Zylinderbankwinkel abgewichen wird und noch mehr Hauptlager und eine gleichmäßige Zündfolge erreicht werden soll. Damit richtet sich der Motor zunehmend nach den Einbauverhältnissen.

Bei 72° Zylinderbankwinkel 18° Kröpfungsversatz

Schon bei oberflächlicher Betrachtung lassen sich aus der oben gezeigten Kurbelwelle die Pleuellager herauslesen. Wenn man genauer hinschaut, erkennt man sogar den geringen Winkelversatz zwischen z.T. benachbarten Kröpfungen. Dieser Versatz entspricht exakt dem Winkel, um den der Zylinderbankwinkel von 90° abweicht. Rechts ist die Motor-Vorderseite. Jede zweite Kröpfung gehört zu einer Zylinderseite.
Während bei der typischen V8-Kurbelwelle die beiden Zylinderbänke nur um eine Pleuellagerbreite gegeneinander verschoben sind, addieren sich hier zusätzlich zwei Kurbelwangen und ein Hauptlager. Letztere sind dafür 9-fach und nicht 5-fach vorhanden. 06/07



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