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  Kurbelwelle 2



1Anlaufband
2Pleuel-/Hublager
3Kurbelwange
4Gegengewicht
5Hauptlager
6Auswuchtbohrung
7Ölbohrung
8Flansch

Rotierende -> Drehbewegung, Biege- und Torsionskräfte

Die Kurbelwelle soll die Bewegung des Kolbens entlang der Mittelachse des Zylinders in eine rotierende umwandeln. Dabei kommt es zu Biegekräften, die durch genügend Hauptlager, Festigkeit und Gegengewichte aufgefangen werden müssen. Je länger der Motor, desto mehr wird die Kurbelwelle zusätzlich auf Torsion (Verdrehung) belastet. Auch gibt der Kolben seine Kraft nicht gleichmäßig, sondern impulsartig zum Beginn des Arbeitstaktes verstärkt ab.

Kolben <- kleines Pleuelauge großes -> Kurbelwelle

Die Kurbelwelle ist an ihren Hauptlagern (5) mit dem Motorgehäuse verbunden. Die Pleuel umschließen mit ihren großen Pleuelaugen die Pleuel- oder Hublager (2) und versetzen damit die Kurbelwelle in eine Drehbewegung. Eine halbe Umdrehung der Kurbelwelle erzeugt beim Kolben den vollen Hub. Der Mittenabstand der Hauptlager und der Zylinder ist gleich. Breite und Durchmesser der Haupt- und Pleuellager hängen von der Belastung der Kurbelwelle ab. Diese entsteht vermehrt durch:
- großen Einzelhubraum,
- hohen Verbrennungsdruck,
- gesteigertes Drehzahlniveau.

Axiales Passlager, 2 -> 1 im V-Motor

Eines der Hauptlager hat als Passlager einen Bund. Das ist ein axiales Gleitlager, das genau zu dem Anlaufband (1) der Kurbelwelle passt und diese in axialer Richtung führt. Es wird z.B. immer dann belastet, wenn die Kupplung betätigt wird. Manchmal ist statt eines Passlagers ein normales mit vier seitlich angebrachten Halbschalen eingebaut.
Das Pleuellager (2) wird zusammen mit den Kurbelwangen (3) als Kröpfung bezeichnet. Beim Reihen- und Boxermotor hat die Kurbelwelle so viele davon, wie der Motor Zylinder hat. Im V-Motor (Bild) sind meist zwei Kröpfungen zusammengefasst. Auf der Gegenseite der Kurbelwangen gibt es (4), deren Gegengewichte (4), deren Größe und Gestaltung auch von der Pleuellänge und der Form des Kolbenschafts abhängt.

Gleichmäßiger Lauf und Drehmomentspeicherung

Gegengewichte an der Kurbelwelle erhöhen die Schwungmasse, was zu gleichmäßigerem Lauf des Motor über Druckunterschiede, Totpunkte und evtl. Leertakte (z.B. beim Dreizylinder) hinweg führt. Außerdem wird so Bewegungsenergie für plötzlich steigende Belastung gespeichert. Für sportliche Motoren ist diese allerdings unerwünscht, hemmt sie doch den schnellen Drehzahlanstieg. Wie der Name schon sagt, wirken die Gewichte an der Kurbelwelle den vom Kolben ausgehenden Kräften entgegen. Dadurch wird die mögliche Durchbiegung der Kurbelkröpfung vermindert. Außerdem reduzieren diese Schwingungen des gesamten Motors, die durch die Übertragung der heftigen Kolben- und Pleuelbewegung auf die Kurbelwelle entstehen. So kennt man es von besonders drehmomentstarken Dieselmotoren, deren Drehkraft auch innerhalb des Arbeitstaktes erheblich differieren kann.
06/07

Kurbelwelle aus dem Vollen

Kurbelwelle auswuchten

Kurbelwellenlager härten


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