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  Kraftstoff sparen 11 - Zusammenfassung



250 Millionen Jahre hat es gedauert, die Erdölvorräte zu schaffen. Die Welt von heute hat es in deutlich weniger als 150 Jahren geschafft, diese Vorräte mehr als zu halbieren. Und geben Sie sich nicht der Illusion hin, der Rest würde für weitere 150 Jahre reichen. Er ist nämlich sehr viel schwerer nutzbar zu machen. Außerdem fangen jetzt die bevölkerungsreichsten Länder der Erde gerade erst richtig an mit der Motorisierung, und auch wir verbrauchen immer mehr. Außerdem steigen die Preise auch, je geringer die Reserven werden.

CO2 zwar nicht giftig, aber von weitreichender Bedeutung

Das Verbrennen von Kraftstoff ist nicht nur teurer geworden, es verursacht auch Schäden an der Umwelt. Der CO2-Haushalt der Natur gerät aus dem Gleichgewicht, weil es nicht genug Blattgrün (Chlorophyll) gibt, das die erhöhten CO2-Bestandteile der Luft wieder in Sauerstoff umwandelt. Wir verbrennen heute Rohstoffe, bei deren Herstellung CO2 verbraucht worden ist. So entsteht ein das Gleichgewicht gefährdender Überschuss.

Die giftigeren Abgase kriegt man langsam in den Griff.

Momentan noch schlimmer sind die anderen Abgasbestandteile:
- giftige, unverbrannte Kohlenwasserstoffe aus Benzinmotoren,
- ebenfalls giftige Stickoxide aus Benzin- und Dieselmotoren,
- lebensgefährliche Kohlenmonoxide aus Benzinmotoren,
- vermutlich krebserregende Partikel aus Dieselmotoren.
Dies alles sind wohl genügend Gründe, um beim Kauf von Kraftfahrzeugen und bei deren Betrieb Kraftstoff zu sparen.

Zu viel Komfort frisst technische Errungenschaften

Das Gewicht des Kraftfahrzeuges spielt für den Verbrauch eine große Rolle. Zwar gilt die alte Faustformel nicht mehr, wonach je 100 kg Mehrgewicht 1 l/100km Mehrverbrauch bedeuten, aber trotzdem wirkt sich dieses bei jedem Beschleunigungsvorgang aus. Es werden immer mehr Leichtmetalle und Kunststoffe im Fahrzeugbau verwendet, doch fressen Verbesserungen im Insassenschutz und Komfort-Zubehör die erzielten Erfolge mehr als auf. Die Fahrzeuge werden immer schwerer. Außerdem treibt Zubehör (z.B. Klimaanlage, Allradantrieb) den Verbrauch direkt oder über den durch den Generator zu erzeugenden Strom in die Höhe.

Technisch viel erreicht, aber noch lange nicht genug

Einsparungen wurden eher durch geringeren Luftwiderstand der Karosserien erreicht. Jedoch auch hier werden sie durch höhere und breitere Aufbauten und die höheren Sicherheitsanforderungen wettgemacht.
Höhere Sparraten scheinen derzeit durch die Entwicklung neuer Motoren möglich. Hier hat der Dieselmotor mit Direkteinspritzung wohl die Nase vorn, ermöglicht er doch zusätzlich auch noch eine Kraftstoff sparendere Fahrweise (geringes Drehzahlniveau). Leider sind im Dieselkraftstoff ca. 13% mehr Kohlenstoffanteile enthalten. So muss er mindestens um diese Rate sparsamer als der Benzinmotor sein, um auch ökologisch einen Spareffekt zu erzielen. Bei den Benzinmotoren scheint mit der Einführung der Direkteinspritzung und der voll variablen Verdichtung und/oder Ventilsteuerung ohne Drosselklappe ebenfalls noch ein geringerer Verbrauch möglich zu sein.
Auch die Getriebetechnik hat Fortschritte gemacht. Während die herkömmliche Vollautomatik eher den Verbrauch erhöht, wirken sich die neuen sequentiellen Getriebe durch entsprechende Schaltprogramme positiv aus, ohne den Wirkungsgrad im Antriebsstrang zu verschlechtern.

Sparsames Fahren oberhalb der Leerlaufdrehzahl

Das Diagramm (Bild oben) zeigt deutlich den Einfluss der Drehzahl auf den Kraftstoffverbrauch in Teillast. Bei gleicher Leistungsabgabe von nur 20 kW kann der Motor bei 5500 1/min mehr als 330 g/kWh oder bei ca. 20001/min weniger als 270 g/kWh verbrauchen. Da die Leistung in beiden Fällen gleich ist, beträgt der Mehrverbrauch für eine bestimmte Strecke ca. 25%. Es geht sogar noch weiter. Bei 17,5 kW und etwa 2000 1/min kann ein Verbrauch von 240 g/kWh erreicht werden. Er steigt auf 270 g/kWh bei 10 kW und ca. 1200 1/min. Wenn der spezifische Kraftstoffverbrauch um ca. 11% steigt und gleichzeitig die abgegebene Leistung um ca. 40% sinkt, ist der Strecken-Kraftstoffverbrauch vermutlich auch noch einmal gesunken. Er ist bei wenig Gas knapp oberhalb der Leerlaufdrehzahl im höchsten Gang am geringsten. Der Weltrekord mit umgerechnet über 3000 km/Liter (auf Spezialfahrzeugen) zeigt das Potenzial, das im Kraftstoff steckt. Bei (allerdings gefährlichen!) Dauerfahrten auf Autobahnen mit 60 km/h im höchsten Gang erzielt man auch mit leicht präparierten Serien-Benzinfahrzeugen einen Verbrauch von ca. 3 l/100km. Grundsätzlich wirkt sich Hochschalten bei gleicher Geschwindigkeit positiv auf den Verbrauch aus. Mit dieser Methode kann ohne Abstriche an der Fahrgeschwindigkeit bis zu einem Liter Ersparnis auf 100 km erzielt werden.

Anzahl Beschleunigungen und Geschwindigkeit ->Verbrauch

Kraftstoff sparendes Fahren kann man auch am Bremsenverschleiß erkennen. Je höher der ist, desto mehr Kraftstoff wurde in der Regel verbraucht. Eine vorausschauende Fahrweise, rechtzeitiges Gaswegnehmen bzw. (besser!) Leerlauf und Motor aus vor roten Ampeln senken den Kraftstoffverbrauch in der Stadt deutlich. Dies soll sich, ein betriebswarmer Motor vorausgesetzt, schon nach ca. 20 Sekunden lohnen, beim Benziner etwas kürzer, beim Diesel etwas länger. Auf Stadt- und Landstraßen ist durch angepasste Fahrweise am meisten zu holen, während auf der Autobahn eine klare Abhängigkeit zwischen Verbrauch und Fahrgeschwindigkeit bzw. Beschleunigungsvorgängen besteht.
Es gibt natürlich auch grobe Verstöße gegen das Sparverhalten und die Umwelt. Dazu gehört es, wenn man im Winter den Motor beim Enteisen der Scheiben warm laufen lässt. Dies produziert zusätzlich unnötige Schadstoffe und ist auch für den Motor äußerst ungesund. Bei vergleichbaren Versuchen brauchte ein Motor im Leerlauf ca. 20 Minuten bis zur Betriebstemperatur, während er diese im Fahrbetrieb nach 5 Minuten erreichte. Überhaupt ist der Verschleiß durch Kaltstart besonders bei Benzinmotoren hoch. Deshalb empfiehlt es sich, im Winter mehrere Fahrten wenn möglich zusammenzufassen.
Dass nutzlos mitfahrende Dachgepäckträger und schwere Teile im Kofferraum nicht gerade Kraftstoff sparen und der korrekte oder besser erhöhte Reifendruck hier ebenfalls eine Rolle spielt, ist wohl selbstverständlich. Etwas Spareffekt kommt von bestimmten leicht laufenden Radlagern/Reifen und (Voll-)Synthetikölen.

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