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Wenn man davon ausgeht, das Erdöl habe in den ersten hundert Jahren nach seiner Entdeckung die Welt wirtschaftlich und politisch verändert, dann müsste dessen Macht eigentlich zusammen mit seinen Vorkommen schwinden. Doch es scheint fast das Gegenteil der Fall zu sein, man kann darüber zumindest streiten. Nicht streiten kann man über die Tatsache, dass der Standard der Förderung nicht zu halten ist.

Die 1944 gegründete Saudi-Aramco ist nach wie vor der größte Erdölproduzent der Welt, zeitweise dessen wertvollstes Unternehmen. Trotzdem müsste dieser Gigant seine Produktion mindestens verdreifachen, soll das derzeitige Niveau gehalten werden. Ganz zu schweigen von der Zunahme des Verbrauchs in aufstrebenden Ländern wie China. Und dabei sind mögliche Veränderungen in Afrika ebenfalls nicht berücksichtigt.

Und obwohl so viel Kriege mit meist verheimlichtem Motiv der Sicherung von Ölquellen geführt worden sind, ist die Zukunft mehr als ungewiss. Der Weltpolizist kann nicht mehr. Er hat sich wirtschaftlich übernommen, seine Arbeitslosenquote liegt derzeit bei 8 Prozent. Obwohl zurzeit die ganze Welt auf den Kampf gegen die Zinslast in Europa schaut, wäre das im Fall USA viel ertragreicher. Aber noch hat die Leitwährung psychologischen Kredit.

Die Verbündeten der USA fühlen sich verunsichert, allen voran Israel. Es fühlt sich durch einen der beiden Hauptakteure im Nahen Osten bedroht, den Iran. Ob der Iran nun an der Atombombe baut oder nicht, Israel fürchet um seine Existenz. Dabei muss man allerdings bedenken, dass Israel schon lange eine bedeutende Atommacht ist und im Krisenfall doch auf die USA vertrauen darf. Zweite Atommacht der Region ist Pakistan, vielleicht noch unberechenbarer als der Iran.

Von den Begründungen her kann man bei dieser Nachbarschaft auch den Iran verstehen. Vielleicht ist der Konflikt ja auch nur angeheizt worden, weil sich der Iran als Staat in der Welt wieder deutlicher etablieren will, wofür diplomatische Zurücksetzung und Embargos Gift sind. Fürchterlich daneben gehen könnte ein Erstschlag Israels, um die Fertigstellung der Bombe zu verhindern. Offensichtlich braucht man für das Gelingen die USA und die will nicht.

China lässt sich in ein Embargo ohnehin nicht einbinden, braucht bei einem Fünftel der Weltbevölkerung alle nur denkbaren Resourcen und nimmt weiterhin Öl vom Iran. Dem Westen droht dieser, die Straße von Hormus zu sperren, über die ein Fünftel des Welt-Erdöls transportiert wird. Worauf dieser gleich wieder eine Flotte von Kriegsschiffen schickt, als ob die das Bombardement von Tankern wirksam verhindern könnten.

Womit wir bei den bedrohten Transportwegen wären. Der erste war der Suezkanal, dessen Bau zwar von den Europäern veranlasst, aber dessen Wertschöpfung auch lange nach Ablauf der Konzession den Äpyptern vorenthalten wird. Als Nasser an die Macht kommt, schafft der es 1956, den Kanal trotz Kriegshandlungen der Israelis, Briten und Franzosen zu verstaatlichen.

Durch klare Hierarchien scheint die Welt damals noch 'in Ordnung'. Inzwischen sind solche zumindest teilweise hinweggefegt durch Revolutionen. Im Ölland Lybien wird diese von der Nato nicht unwesentlich unterstützt, in Ägypten müssen sich die Aufständischen allein durchsetzen. Ganz schlimm ist es in Syrien, wo es das Regime zum Bürgerkrieg kommen lässt, direkt vom Iran und indirekt von China und Russland unterstützt.

Inzwischen ist nicht nur der Transport von Erdöl bedroht. An Somalias ellenlanger Küste sehen die Piraten ihre einzige Hoffnung darin, der Armut des Landes und der Hoffnungslosigkeit durch Kapern von Schiffen und Fordern von Lösegeld zu entfliehen. Zunächst schien die Welt machtlos, inzwischen gibt es etliche Aktionen dagegen, dauerhafte Erfolge lassen auf sich warten. Bei 90 Prozent Welthandel auf dem Seeweg könnte das noch zu einem größeren Problem werden.

Und um das negative Geschehen rund um das Erdöl zu komplettieren, tritt dann auch noch Monate lang Öl anlässlich einer Tiefseebohrung im Golf von Mexiko aus. Direkte Folgen sind diesmal weniger auszumachen, vermutlich weil chemische Mittel eingesetzt wurden. Ob damit aber auch der Natur Teile der Folgen erspart geblieben sind, das bleibt weiterhin fraglich. Immerhin sind die Menschen vor Ort entschädigt worden.

Zum Schluss noch ein viel kleineres, aber deutsches Problem. Die Briten haben sich an den Deutschen wegen des Ausverkaufs edler britischen Automarken 'gerächt'. Sie haben 2002 unsere letzte verbliebene Mineralölgesellschaft übernommen. Genau wie BMW die Markennamen 'Mini' und Rolls-Royce' behielt, hat BP nun sogar seine Tankstellen in Deutschland in Aral umbenannt. So weit würde BMW sicher nicht gehen. Immerhin verdanken wir BP noch zwei historische Bilder, die wir oben zeigen. 08/12


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