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  Benzin statt Diesel getankt






Es passiert leicht und es gibt bisher noch keine wirkliche Sicherheit dagegen. Vielleicht kommt ja demnächst ein System, dass irrtümliches Tanken von Benzin statt Dieselkraftstoff verhindert. Manchmal passt nur die Diesel-Zapfpistole, was das Tanken von Benzin fast unmöglich macht. Wenn Sie es am Laufgeräusch des Motors merken, kann es schon zu spät sein. Am besten wird ein Dieselmotor mit Benzin im Tank gar nicht erst gestartet. Denn je moderner, desto mehr gefährdet Benzin durch seinen Mangel an Schmierfähigkeit die komplette Hochdruckanlage der Diesel-Einspritzung. Diese kann teurer sein als ein Austauschmotor. Deshalb sollte ein falsch betanktes Diesel-Fahrzeug auf keinen Fall mit eigener Motorkraft in die Werkstatt gefahren werden.

Das ärgste Problem ist eine mögliche Bildung von Spänen, wenn die Hochdruckpumpe nur noch in Benzin läuft. Diesen Spänen steht, da wir uns schon weit jenseits des Kraftstofffilters befinden, das ganze restliche System offen. Sie sind vielleicht mit Viren vergleichbar, bei denen man den Ausbruch der Krankheit nicht genau voraussagen kann. Es gibt Hersteller, die eine Falschbetankung mit anschließender Fahrt zum Anlass nehmen, das komplette Kraftstoff führende System auszutauschen. Eine Werkstatt hatte vergessen, nach einem solchen Kompletttausch die neue Pumpe für die ersten Umdrehungen zusätzlich mit Dieselkraftstoff zu füllen. Ergebnis: Noch einmal der komplette Austausch ...

Was passiert nun in der Werkstatt? Auf jeden Fall muss ein Schlauch durch die Tanköffnung so weit wie möglich eingeschoben werden, wodurch der Inhalt von einem speziellen Gerät mit Saugpumpe und Behälter abgesaugt werden kann. Meiner Meinung nach kann man sich diesen Schritt sparen, denn man soll anschließend den Tank von oben öffnen, das komplette Tankmodul entnehmen und weiter absaugen. Manche Hersteller empfehlen so das Spülen und Absaugen mit weiteren Dieselmengen.

Man könnte jetzt zum Zusammenbau übergehen, wenn der Motor nach der Fehlbetankung nicht gestartet wurde, Ist das doch der Fall, beginnt jetzt im gesamten System die Suche nach jedem Tröpfchen Benzin und die Hoffnung, es möge doch bitteschön noch keinen Schaden angerichtet haben. Evtl. kann man das Absauggerät vorne in der Vorlaufleitung zur Hochdruckpumpe anschließen und diese dann entweder durch Beeinflussung des Steuergeräts oder durch Anklemmen (nicht unmittelbar am geöffneten Tank) der Kraftstoffpumpe mit purem Diesel füllen.

Übrigens ist die Hochdruckpumpe nicht das einzige empfindliche Teil. Auch Injektoren arbeiten mit schrecklich geringen Passungen. Letztlich bleibt nur, nach dem Durchspülen der Leitungen jedes einzelne Bauteil auf Späne hin zu untersuchen. Sind allerdings solche weder im Tank noch in der Pumpe und besonders im Filter vorhanden, ist ein gewisses Aufatmen erlaubt. Sicherheit bringt wie gesagt nur, das komplette Einspritzsystem auszutauschen.

Übrigens lohnt sich eine intensive Bestandsaufnahme und Hoffnung auf geringen Schaden auch deshalb, weil Dieselkraftstoff etwas schwerer ist als Benzin, vielleicht ja nach der Falschbetankung unten im Tank geblieben ist. Eine Befragung des oder der beklagenswerten Fahrers/in nach Stand vorher/nachher und den anschließend gefahrenen Kilometern könnte hier hilfreich sein.

Wurde der Schaden allerdings erst bemerkt, als der Motor Unregelmäßigkeiten zeigte, stirbt langsam auch die Hoffnung auf eine kostengünstige Lösung. Hinzu kommt noch, dass z.B. Firmen wie VW darauf auf Einschränkungen in der Garantie verweisen. Werkstätten müssen solche Fälle melden ... 05/12



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