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  Sun-Fuel



Wenn es uns gelänge, ein Zehntausendstel der Sonnenenergie auf der Erde nutzbar zu machen, brauchten wir uns über CO2-freie Energiegewinnung keine Sorgen mehr zu machen.


Aufgabe

Vereinfacht gesagt muss man in nächster Zeit dem Benziner das Saufen abgewöhnen und/oder den Diesel in seinen Schadstoffen besser regulieren. Der produziert nicht nur Stickoxide und Partikel, sondern auch zu viel Kohlendioxid. Auch wenn er z.B. im Stadtverkehr auf einen ähnlichen Verbrauch wie ein Hybridauto kommt, stößt er immer noch 13% mehr CO2 aus. Deshalb ist Biomasse für den Diesel noch eher ein Rezept für die nähere Zukunft als für den Benziner.

Funktion

Was wäre, wenn der höhere CO2-Anteil des Dieselmotors durch die erzeugende Pflanze vorher der Atmosphäre bereits entzogen würde? Und wenn dieser Kraftstoff so frei von Schwefel wäre, dass er im Denox-Kat den Stickoxiden nicht die Plätze wegnähme? Das und noch viel mehr ist mit Sun-Fuel möglich, einem maßgeschneiderten Kraftstoff für zukünftige Dieselmotoren.
Inzwischen lautet die Frage nicht mehr, ob wir in die Erzeugung von Bio-Kraftstoffen einsteigen sondern wie es nach Errichtung der ersten Produktionsanlagen weitergehen soll. Man sorgt sich um den Wirkungsgrad bei der Herstellung, der unbedingt mehr als verdoppelt werden müsste. Natürlich sind auch gewaltige Investitionen nötig, um jeweils nah am Rohstoff genügend Fabriken zu bauen, aber es ist zumindest ein gangbarer Weg ohne Unwägbarkeiten wie beim Wasserstoff. Der eventuelle Bedarf an Arbeitskräften auf dem Land ist ebenfalls nicht zu verachten, ebenso wie die Unabhängigkeit von Krisengebieten. Dieser Ansatz eignet sich als Zwischen- und vielleicht eines Tages auch als eine der endgültigen Lösungen des Klima-Erwärmungsproblems.
In der Geschichte des Automobils ist die Zusammenarbeit zwischen Mineralölwirtschaft und Kfz-Herstellern keineswegs ungewöhnlich. Schon in den ersten zwanzig Jahren des 20. Jahrhunderts sorgte der Kraftstoff durch Beimischung von Klopfbremsen für die Herstellung von Motoren mit mehr Verdichtung, Leistung und weniger Verbrauch. Und so ging die gemeinsame Entwicklungsarbeit kontinuierlich weiter. Gegen Ende des Jahrhunderts holten z.B. die Chemiker das Blei aus dem Benzin, um den Einbau von Dreiwege-Katalysatoren zu ermöglichen.
Wenn jetzt die vernetzte Entwicklung von Kraftstoff und Motoren weiter geht, entstehen schon bei der Verbrennung fast nur noch halb so viel Partikel. Diese müssen dann auch nicht mehr herausgefiltert und mit zusätzlichem Kraftstoff regeneriert werden. Im Gegensatz zu Biodiesel könnte man Sunfuel, obwohl biologisch gewonnen, als synthetischen Kraftstoff bezeichnen, in dessen Herstellungsprozess viel mehr eingegriffen wird. Ausgehend vom reinen Kohlenstoff wird eine neue Verbindung aufgebaut. Er kann punktgenau der Motorenentwicklung angepasst werden. Als weiteren Vorteil erwartet man von ihm die Verwertung der gesamten Pflanze, was den Wirkungsgrad bei der Herstellung erhöhen würde. Die Anwendung dieses Kraftstoffes ist übrigens nicht nur auf Dieselmotoren beschränkt. Er ist auch abwärts kompatibel, d.h. er kann im Gegensatz zu Biodiesel und noch viel mehr zu kalt gepresstem Pflanzenöl in jedem Diesel ohne Umbauarbeiten gefahren werden.

Mit Sunfuel kann neben Dieselkraftstoff auch Kerosin für Düsenflugzeuge hergestellt werden. Hauptsächlich durch Additive zur Klopffestigkeit wird daraus auch Benzin oder ein Zwischenprodukt. Man spricht heute auch schon von Mischformen zwischen beiden Motorarten, die beim Diesel das Problem mit den Stickoxiden und beim Ottomotor den Verbrauch reduzieren würden. Auch Smog-Reduktion (CH4) im Sommer wäre mit dem neuen Treibstoff und entsprechenden Motoren möglich.

Beispiele für Biomass To Liquid
- Restholz von Schreiner/Holzindustrie,
- von Land- und Forstwirtschaft
- extra hierfür angebaute, schnell wachsende Pflanzen
- Bio-Abfallmaterial wie z.B. Klärschlamm
- alle Arten von Gartenabfällen


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