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Hier soll am Beispiel einer sequenziellen Gas-Einspritzanlage auf die Tücken einer Umrüstung eingegangen werden. Sequentiell bedeutet in diesem Fall, dass ein separates Gas-Steuergerät bei jedem Einspritzventil Beginn und Dauer bestimmt. Durch eine Busleitung zum originalen Motormanagement bleiben dessen Vorteile erhalten und können für die Gaseinspritzung genutzt werden. Natürlich erfolgt auch hier die Diagnose über Fehlerspeicher und Soll-/Istwert-Vergleich der Messwerte.

An einer Tatsache führt auch die Gaseinspritzung nicht vorbei, gestartet wird nach wie vor auf Benzin, allerdings in weniger als einer Minute und ab einer bestimmten Motortemperatur sogar automatisch. Bei Neufahrzeugen schreiben Umrüster sogar eine Einfahrphase mit Benzin vor. Und kommen Sie ja nicht auf die Idee, ihren im Sommer getankten Benzinvorrat auch noch bis in den Winter hinein nutzen zu wollen.

Wenden wir uns dem Einbau zu. Am Armaturenbrett muss ein Wahlschalter für Betätigung/Anzeige der Gasanlage gefunden werden. Auf die Anzeige der Restmenge ist weniger Verlass als bei der serienmäßigen Tankuhr. Immerhin schaltet die Anlage automatisch um, wenn der Gastank leer ist, und zeigt das natürlich auch an. Es gibt auch den umgekehrten Fall: Umschalten auf Benzin z.B. bei einem erkannten Defekt im Gasteil. Übrigens kann der Einbau einer solchen Anzeige in der Regel nicht rückgängig gemacht werden, man risikiert ein Loch im Armaturenbrett.

Das Steuergerät braucht sein geschütztes Plätzchen, am besten im Innenraum. Die Gasanlage hat einen Verdampfer, der recht groß ist und besondere Anforderungen stellt: senkrechte Einbaulage und tiefer als bestimmte Bauteile des Kühlsystems. Hier liegt auch ein wichtiger Grund, warum die Anlage nicht kalt gestartet werden kann. Übrigens dürfte der Anschluss an unsere modernen Kühlsysteme zunehmend ein Problem darstellen, denn die Gasanlage braucht möglichst rasch sich erwärmendes Kühlmittel. Was ist zu tun, wenn kein Thermostat und damit überhaupt kein kleiner Kühlkreislauf vorhanden ist?

Worauf man nicht direkt kommt, nachträglich eingebaute Teile können auch Geräusche verursachen. Das gilt es beim Einbau zu beachten. Auch spielt die Leistungsfähigkeit der Motoren bei der Wahl der Bauteile eine Rolle. Der Gas-Mengenverteiler ist so etwas wie das Verteilerrohr oder die Rail mit der zugehörigen Elektrik. Vom Einspritzventil bzw. Injektor unterscheidet ihn der zusätzliche Gas-Temperatursensor. In der Nähe der Motor-Einlassventile sind dann nur noch kleine Einspritzdüsen nötig, allerdings mit handwerklichem Geschick (Bohren, Gewinde schneiden) und etwas Montagearbeit beim Aus-/Einbau des Metall- Saugrohrs.

So einfach, wie heute z.T. noch Systemdruckregler für Benzineinspritzung aufgebaut sind, geht es beim Autogas nicht. Hier wird über einen entsprechenden MAP-Sensor gemessen und dann elektronisch ausgewertet. So langsam kommt ein zweiter Kabelbaum zustande. Bisweilen wird dann doch auf eine der vorhandenen Lambdasonden zugegriffen. Hierbei ist besonders die Pinbelegung des jeweiligen Herstellers zu beachten. Die elektrische Ansteuerung der Benzin-Einspritzventile wird gekappt und mit der Gasanlage verbunden. Das klingt eigentlich einfach, weil die doch fast alle massegetaktet sind. Also gilt es, jeweils den Minuspol zu suchen. Erstaunlich ist, dass hier die Zuordnung zu den einzelnen Gasventilen wichtig ist. Ob die Anlage auch halb auf Gas fahren kann?

Der Einbau des Gastanks ergibt wohl eher mechanische Probleme und evtl. Diskussion mit dem/der Nutzer/in, während die Verlegung der Leitungen schon mehr Kopfzerbrechen bereiten kann. Übrigens braucht auch das Autogas einen Filter, sogar einen mit wesentlich kürzeren Wechselintervallen. Und selbst wechseln sollten Sie ihn vielleicht auch nicht. Elektrisch ist hier wieder interessant, die verschiedenen möglichen Tankgeber so zu kalibrieren, dass eine einigermaßen genaue Vorhersage möglich ist, wie viel noch im Tank ist. Aber das ist nur ein kleiner Teil der umfangreichen Arbeiten, die am Ende am PC zu verrichten sind. Versierte Anlagenbauer können hier bis in die Tiefen der Gemischzumessung für einzelne Bereiche, aber bitte nur solche sollten das auch tun. 10/09

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