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Schrottverwertung 2



Laut EU-Altauto-Richtlinie muss der Hersteller sein Fahrzeug kostenlos zurücknehmen und entsorgen. Das übt Druck für eine möglichst effektive Rationalisierung aus. So ist z.B. Daimler bemüht, die Zahl der pro Tag an einem Trockenlegungsstand zu bearbeitenden Fahrzeuge von acht auf dreizehn zu erhöhen. Gleichzeitig soll dabei die Effizienz der Trockenlegung gesteigert werden.

So werden z.B. Kältemittel von oben und Öl bzw. Kraftstoff von unten gleichzeitig abgepumpt. Die Abpumpzeit für den Kraftstoff wurde dabei verdoppelt. Durch Kippen des Fahrzeugs auf der Bühne können zwei bis drei Liter mehr Kraftstoff gewonnen werden. Von diesem wird dann ein wiederverwendbarer Teil abgetrennt.

Es wird nicht nur abgepumpt, sondern z.B. bei der Bremsanlage auch mit Überdruck gearbeitet, um einen höheren Trocknungsgrad zu erreichen. Nach der Trockenlegung kommt nicht der komplette Rest in den Karosseriefalter. Noch verwertbare Teile werden demontiert, geprüft, kategorisiert, eingelagert und mit Garantie weiterverkauft.

Das gilt übrigens nicht nur für abschraubbare Teile. Auch wieder verwendbare Karosserieteile können so für den Oldtimer-Markt gerettet werden. Insgesamt sind die ca. 200 Zentren für Altauto-Entsorgung bei Daimler mit acht bis zwanzig Fahrzeugen unter 3,5 Tonnen recht gut ausgelastet.


Außer den Automobilherstellern nehmen auch Schrotthändler Altwagen kostenlos entgegen, natürlich mit dem erforderlichen Nachweis fachgerechter Entsorgung. Viele bieten sogar die Abholung des alten, vielleicht schon stillgelegten Fahrzeugs an. Vorteil beim Abliefern vor Ort: Je nach Ausstattung kann man vielleicht noch einen kleinen Obulus erlösen.

Das Netz ist dichter in Großstädten, z.B. die Autoverwertung in München, Berlin oder Frankfurt. Im Ruhrgebiet resultiert es historisch gesehen aus der Tatsache, dass hier lange Zeit Kohle gefördert und Stahl erzeugt wurde. Mittlerweile wird in Deutschland allerdings Stahl ausschließlich aus Schrott hergestellt. 01/17


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