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  Oldtimer-Restaurierung




Einleitung

Dies soll keine Anleitung werden, sich selbst in beinahe unauflösbare Situationen zu bringen, obwohl es manchmal den Anschein haben wird. Irgendwo steckt in beinahe jedem Menschen das Streben nach Selbstverwirklichung und Individualität. Hilfreich ist etwas Vorbildung z.B. aus artverwandten Berufen. Denn ist das Auto neu nicht mehr lieferbar, so wächst die Chance auf ein individuelles Gefährt. Bei ernsthaften Absichten kommt das Einmalige durch eine bestmögliche Restaurierung, die nicht nur eine Wiederherstellung der Neuwertigkeit, sondern darüber hinaus meist noch eine Verbesserung z.B. des Rostschutzes erreicht. Die einzubringenden Geldmittel können, besonders bei mangelndem handwerklichen Talent, die der oben erwähnten, jugendlichen Autofahrer noch deutlich übersteigen. Trotzdem ist hier der Energieeinsatz oft um ein Vielfaches höher und der Lernerfolg bei Recherche und Kommunikation wird deutlich verbessert. Legt man selbst Hand an, so erwirbt man hier umso höhere Kompetenzen, je größer die Anfangsenttäuschungen nach den ersten entscheidenden Arbeiten sind.
Kaum jemand würde die Sache beginnen, könnte er am Anfang realistisch abschätzen, wie lange die Restaurierung wirklich dauert. Wobei das Ende noch genau definiert werden müsste. Reicht die Fahrbereitschaft, soll der TÜV erfolgreich absolviert sein oder ist es z.B. das Mustergutachten. Die anfänglichen Schätzungen haben zu den später effektiv ermittelbaren Rüstzeiten ein Verhältnis von 1:3 bis 1:5, d.h. meist wird von einem Sommer oder höchstens 2 ausgegangen ...

Durchführung

Eine vernünftige Restaurierung, falls es überhaupt so etwas gibt, sollte möglichst nicht von einem Spontankauf ausgehen. Besser ist die Recherche vorher. Manche Leute sammeln schon Teile, bevor sie das eigentlich ins Auge gefasste Auto haben. Damit wächst die Kenntnis von dem angepeilten Fahrzeugtyp und das kann bei evtl. Kaufverhandlungen nur förderlich sein. Die Methode hat aber einen handfesten Nachteil, muss man doch bei negativem Ergebnis der Begutachtung und wenig kompromissbereiten Verkäufern Abschied vom Objekt der Begierde nehmen können.
Hat man nicht schon vorher z.B. durch das Internet Kontakt zu entsprechenden Vereinigungen zur Pflege des entsprechenden Fahrzeugtyps aufgenommen, dann wird es nach dem Kauf eines Oldtimers höchste Zeit. Deren Informationen sind schon bei der Demontage und Begutachtung wichtig. Aber vorher gilt es, eine passende Bleibe zu finden. Da reicht eine handelsübliche Garage wohl nicht aus, wenn dort auch gearbeitet werden soll. Platz tut Not und das nicht allzu weit weg vom Wohnort, denn die Fahrtzeiten schmälern die effektive Restaurierungszeit. Auch an den Winter sollte man denken. Hat der Abstellplatz eine bezahlbare Heizung oder steht ein einigermaßen warmer Platz im eigenen Keller zur Aufarbeitung von kleineren Baugruppen zur Verfügung?
Gehen wir von einem Oldtimer aus, dessen demontierbare Teile mit Übersicht geordnet und verpackt abgelegt wurden. Jetzt kommt das Blech dran. Mit viel Erfahrung ist zu klären, welche Hohlräume geöffnet werden sollten, um möglichst alle Teile begutachten zu können. Auch die Art des Strahlverfahrens für den Blechkörper ist wichtig. Woher kommt der Blechersatz? Ist er noch original lieferbar oder wird er irgendwo nachgefertigt? Gibt es eine Schlachtkarosse? Im schlimmsten Fall muss man selbst ran oder die Sache in Auftragsarbeit erledigen lassen. Dabei geht es nicht alleine darum, alle Bleche möglichst sauber z.B. stumpf einzuschweißen. Wichtiger noch ist es, allzu große Veränderungen der Schweißarbeiten auf die Geometrie der Karosserie zu verhindern. Was ist, wenn nachher z.B. die Hauben und Türen nicht mehr passen oder die Achsen nicht mehr in ihre vorgeschriebenen Toleranzen zu bringen sind?
Nach dem Blechersatz ist eine Art Probelackierung nicht die schlechteste Methode. Dabei reicht es schon, der frisch aufgetragenen und im ersten Moment noch glänzenden Grundierung hinterherzuschauen, um sich evtl. von einer Vielzahl kleiner Dellen und Verformungen zu überzeugen. Es kommt die Zeit des Spachtelns mit Zinn oder einfacher zu handhabenden Materialien. Schleifen, bis der Arzt kommt. Je mehr man über diese Probleme vorher nachgedacht und z.B. sämtliche Kotflügel und Hauben in ordentlichem Zustand erworben hat, umso einfacher ist es jetzt. Meist gelingt deshalb auch erst die zweite Restaurierung. So ganz nebenbei ist noch die sehr wichtige Frage der Versiegelung zu klären, damit die ganze Prozedur nicht nach ein paar Jahren erneut ansteht.
So viel auch handwerklich geschickte Restaurateure selbst machen, von der Lackierung lassen sie meist die Finger. Leider müssen sie dazu ordentlich Geld in die Hand nehmen. Trotzdem scheint der Lackierer ab einem bestimmten Niveau der vorhergegangenen Arbeiten unersetzlich zu sein. Auch hat er meist noch eine Menge Vorarbeiten zu erledigen, bevor er das aus Laienhand stammende Fahrzeug des Decklackes für würdig hält. Und hier taucht schon wieder ein Problem auf, die Farbwahl. Es soll doch eine der Originalfarben sein. Unter denen kann man wählen. Aber dabei kommt es auch auf die vorhandene oder inzwischen ersetzte Inneneinrichtung an. Typisch ist hier wieder, dass Fragen im Verbund geklärt werden müssen. So wäre es z.B. praktisch, wenn das Fahrzeug vor dem Lackieren schon rollbereit wäre.
Schön, wenn man an der fertigen Karosserie arbeiten kann. Aber Vorsicht, oft ist bei der Montage etwas schwerer Teile keine Hilfe vorhanden und es gibt ärgerliche Kratzer. Das halbfertige Auto stellt inzwischen schon einen beachtlichen ideellen und finanziellen Wert dar. Alle jetzt zu verbauenden Teile müssen sich daran messen lassen. Wohl dem, der eine gewisse Auswahl z.B. bei den Motorteilen hat und damit die bestmögliche Lösung erarbeiten kann. Hier kann auch erstmals im Projekt eine Arbeit verschoben werden. Mit dem alten Motor das Fahrzeug fahrbereit machen und später aus den vorhandenen und neuen Ersatzteilen in Ruhe einen neuen Motor zusammensetzen, schont im Moment auch die arg geschundene Geldbörse.
Bei ungeübten Restaurateuren kommt es gerade nach der Wiederherstellung der Fahrbereitschaft zu längeren Pausen. Man hat schlicht unterschätzt, wie schwer es ist, bestimmte Kleinigkeiten zu beschaffen. Für Außenstehende unerwartet fängt das beim Kabelbaum an, der den beim Treiben von Blechen besonders begabten Handwerkern besondere Probleme zu bereiten scheint. Es folgt die z.T. verschlissene Inneneinrichtung, für deren Ersatz Tage und Wochen vergehen. Im schlimmsten Fall muss für teures Geld der Sattler ran, wobei dann auch wieder die Frage der Originalität zu klären ist. Neben den Scheiben (Einschicht- oder Verbundglas?) scheinen die porösen Gummis fast noch mehr Schwierigkeiten zu bereiten. Den Höhepunkt bilden zweifellos die für das Fahren unwichtigsten Teile, der Chromzierrat. Dabei können nicht mehr lieferbare Stoßstangen sogar noch relativ leicht nachgefertigt und neu verchromt werden, während Chromleisten oft einfach nicht aufzutreiben sind.
Schön, wenn man im Frühjahr die bisher geschilderten Arbeiten erledigt hat und nicht im Herbst. Immerhin könnte man nach den entsprechenden Einstellarbeiten schon fahren. Um das mit einem entsprechenden Oldtimer-Kennzeichen kostengünstiger zu gestalten, ist der Weg zum TÜV unumgänglich. Bei diesen Fachleuten scheint die Bereitschaft, notfalls ein Auge zuzudrücken, ganz entscheidend vom Gesamteindruck eines vorgeführten Objekts abzuhängen. Wenn man Glück hat, erwischt man den richtigen Nerv des TÜV-Prüfers. Dessen Hilfe zum endgültigen Erfolg ist wichtig, weil Gott sei Dank nicht alles gesetzlich eindeutig festgelegt ist. War das Teil bei diesem Fahrzeug original so eingebaut oder ist es nachgerüstet worden? Auch hier sind wieder Nachweise in Papierform wichtig.
Und wenn Sie sich nach all den Strapazen mit leerem Geldbeutel in Ihrem (meist beinahe) vollständig restaurierten Auto vorsichtig und nach ersten Ausfällen doch erfolgreich durch den Straßenverkehr bewegen, kommt auf einmal die berechtigte Angst, es könnte etwas passieren. Der/die Fahrer(in) neben Ihnen weiß nicht, wie schwierig ein evtl. von ihm/ihr verursachter Unfall zu beheben wäre und mit welchen Kosten. Also nehmen Sie, wenn Sie klug sind, auch noch die letzte Hürde und lassen für den Oldtimer ein Wertgutachten erstellen. Dies garantiert einen gewissen Schutz vor hohen Verlusten bei Unfällen. Und seien Sie nicht enttäuscht, wenn das Ergebnis ihre zweifellos hohen Erwartungen nicht erfüllt. Das Leben mit einem Oldtimer ist ohnehin mehr Geben als Nehmen, 3 Stunden Fahrt und 3,5 Stunden Pflege. Insgesamt trotzdem nicht die schlechteste aller Lebenserfahrungen.

Wichtig

Es gibt eine Reihenfolge für den Wert von Oldtimern:
- schlechter Zustand, nicht restauriert
- jetzt guter Zustand, restauriert
- guter Zustand, nicht restauriert
- 'Neufahrzeug' aus Ersatzteilen



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