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Trommelbremse



Bitte beachten Sie den Verstell-Mechanismus von Trommelbremse 4!

Die Trommelbremse hat Vorteile gegenüber der Scheibenbremse wegen der günstigeren Herstellungskosten, dem geringeren Gewicht, den günstigen Betätigungskräften im Verhältnis zur Bremskraft (Selbstverstärkung), außerdem größere Wartungsintervalle wegen der in der Regel eine deutlich längeren Standzeit der Beläge. Sie hat ein gewisses Comeback in der Kleinwagen und Kompaktklasse, insbesondere im preissensitiven Segment.

Einzig das bei relativ offenen Felgen unschöne Aussehen der Trommeln nach einiger Zeit ist ein Problem. Und weil Lackierung kein besonders geeignetes Mittel ist, eventuell recht heiß werdende Trommel gegen Rost zu schützen, hat der Hersteller ATE eine Beschichtung und damit wirksamen Schutz gegen Korrosion (Bild 1 und 2) entwickelt.


In einer mit dem Rad verbundenen Trommel aus Gusseisen oder Stahl, hier mit Zacken für den Impulsgeber-ABS versehen, werden zwei sichelförmige Bremsbacken durch einen Spreizmechanismus nach außen bewegt. Mit ihren Belägen sorgen sie für Reibung an der Innenseite der Trommel. Da die Beläge über die Ankerplatte mit der Radaufhängung verbunden sind, wird die Trommel und damit das Rad abgebremst.
Im Bild ganz oben ist die Bremstrommel demontiert. Oben in der Mitte erkennt man den Radbremszylinder, der bei Betätigung des Bremspedals den Druck als Kraft über zwei Kolben auf die beiden Bremsbacken überträgt. Da diese jeweils unten einen festen Anschlag haben, werden sie gespreizt und gegen die Trommel gedrückt. Besonders die parallel zum Radbremszylinder eingehängte Feder sorgt für die Rückstellung.

Bewegt sich das Bremspedal bei Bremsen auf und ab, könnte es an einer ovalen Form der Bremstrommel liegen.

Die beiden Bremsbacken wirken bei dieser Simplexbremse unterschiedlich stark auf die Bremstrommel. Die Fahrtrichtung nach links vorausgesetzt, bremst die linke auflaufende Backe stärker, weil sie durch die Reibung mit der linksdrehenden Trommel wie ein Keil wirkt. Die Reibung mit der Trommel verstärkt ihre Wirkung. Rechts bei der ablaufenden Backe ist das nicht der Fall. Um die Bremse bei ABS-Funktion rasch lösen zu können, ist dieser Effekt unerwünscht. Vielleicht deshalb oder, um gleichmäßigen Verschleiß zu erzielen, hat deshalb die rechte Bremsbacke deutlich mehr Belagfläche.

An der rechten Backe ist der Spreizhebel für die Handbremse zu erkennen, deren Seilzug von links kommend an seinem unteren Ende eingehängt wird. Der Spreizhebel stützt sich über eine Verbindungsstange gegen die linke Bremsbacke ab. Diese trägt zusätzlich noch den Mechanismus für die automatische Nachstellung, wird also mit zunehmendem Belagverschleiß immer länger. Dabei darf er die Bremse nicht klemmen, muss also immer ein gewisses Spiel für das einwandfreie Lösen der Bremse haben.

Zu Zeiten der Trommelbremsen waren kleine Drücke üblich, unter die der im Bremssystem herrschende nicht sinken konnte. Mit ca. 0,3 bar gerade so viel, dass die Bremsbacken nicht anlagen, aber der Ansprechweg verkürzt wurde und die Dichtlippen Topfmanschetten immer mit einer gewissen Kraft gegen die Wand des Radbremszylinders gedrückt wurden. 09/11








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