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  Bremsflüssigkeit



Eigenschaften
Schwach hygroskopisch
Alterungsbeständig
Neutral (Metall,Gummi)
Hoher Nasssiedepunkt
Tiefer Stockpunkt
Geringe Kompressibilität
Gleich bleibende Kompressibilität

Der Nasssiedepunkt wird bei 3,5% Wasseranteil gemessen.

Die Bremsflüssigkeit soll über einen großen Temperaturbereich den Druck vom Hauptbremszylinder auf die Radbremszylinder übertragen. Dabei müssen Regelsysteme (z.B. ABS auch bei tiefen Temperaturen funktionieren. Der Stockpunkt von Bremsflüssigkeit liegt unter -65°C.

Mineralöl von Bremshydraulik fernhalten!


X-Achse: Wasseranteil

Bremsflüssigkeit besteht aus Polyglykolverbindungen und manchmal auch aus Silikonflüssigkeit. Gegenüber Motoröl bestehen deutliche Unterschiede. Beide Stoffe dürfen auch bei der Entsorgung nicht vermischt werden. Da Bremsen heißer werden können als der Motor, muss die Bremsflüssigkeit besonders gegen Dampfblasenbildung geschützt sein. Leider nimmt sie gern Wasser auf (hygroskopisch), was ihren Nasssiedepunkt senkt und damit bei nicht ausreichenden Wechselintervallen u.U. einen Totalausfall der Bremse bewirken kann.

Bremsflüssigkeit ist giftig und greift Lack an.

Wasser dringt hauptsächlich durch die Bremsschläuche und Manschetten beim Lösen der Bremse in das hydraulische System ein. Nicht nur deswegen muss Bremsflüssigkeit regelmäßig ersetzt werden. Bei der Gelegenheit wird evtl. auch etwas von dem Abrieb der Dichtungen hinaus gespült. Wer sich nicht an regelmäßige Intervalle halten will, kann auch entsprechende Tester für den Wassergehalt zur Hilfe nehmen. Wasser ist auch für innere Korrosion in hohem Maße verantwortlich.

Schläuche sollte man regelmäßig austauschen.

Bremsleitungen und -schläuchen werden meist sichtgeprüft. Natürlich ist auch eine Langzeit-Druckprüfung möglich. Die Leitungen können ausgehängt sein, scheuern, korrodiert sein und besonders an den Anschlussstellen undicht. Schläuche knickt man, um Risse noch besser erkennen zu können. Bei ihnen ist zusätzlich die berührungsfreie Bewegung beim Einfedern und Lenken zu beachten. Sie können allerdings nicht nur äußerliche Fehler haben. Nehmen Alter und/oder Standzeit des Fahrzeugs zu, quellen sie gerne bis zu vollkommener Abdichtung zu.

Leitungskontrolle ist lebenswichtig.

Und sollten Sie der Meinung sein, Kontrolle sei nicht ganz so wichtig, weil ja immer noch ein zweiter Kreis zur Verfügung steht, dann unterschätzen Sie bitte nicht den Schreck, wenn Sie plötzlich ein Stück ins Leere treten. Da gehen schon etliche Meter Bremsweg verloren, die mit Sicherheit nicht durch anschließende Funktion von nur noch zwei Radbremsen ausgeglichen werden, von eventuellem Schiefziehen gar nicht zu reden.

Erlaubte Mindestsiedetemperatur
in Deutschland:
180°C

Leider hat die Akzeptanz des Bremsflüssigkeitswechsel etwas gelitten, weil Fahrzeughalter das Gefühl allzu willkürlichen und häufigen Wechsels hatten. Diese Probleme können als erledigt gelten, seit Bremsflüssigkeit getestet werden kann. Das oben gezeigte Gerät gibt direkt den Siedepunkt der getesteten Bremsflüssigkeit aus und erlaubt so auch ein transparentes Bild des Flüssigkeitszustands. 04/13

Bremsflüssigkeit
Hoch beanspruchbar -> Silikonbasis
Sonst Polyethylen und Glykol (95 %)
Beide nicht mischbar.



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