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Magnetarder



Bremsenergie kann man auf vielerlei Arten aufbauen. Gesucht ist die umweltfreundlichste Lösung, verschleißfrei mit möglichst wenig Aufwand und Gewicht. In jedem Fall ist der Retarder besser als die Bremse. Deren Verschleiß reduziert er erheblich, je bergiger desto mehr.

Hier sehen Sie eine besonders günstige Lösung des Retarder-Problems: Dauermagneten. Sie innen fest angeordnet und zwar so, dass einer in Nord-Süd-Richtung (rot) und die beiden benachbarten in Süd-Nord- Richtung befestigt sind.

Damit diese Dauermagneten nicht dauerhaft ihre Bremskraft entfalten, kommt jetzt ein um wenige Winkelgrade verdrehbarer Zwischenring dazu. Dessen (blaue) Eisenstücke werden bei normaler Fahrt so zwischen den Dauermagneten angeordnet, dass deren Feldlinien nur sie und nicht das eigentliche Laufrad durchziehen.

Man könnte von einer Art Kurzschluss der Feldlinien sprechen, der dann auf gehoben wird, wenn die Druckluftsteuerung das Zwischenrad so dreht, dass Eisenkerne und Dauermagneten übereinander liegen. Jetzt entwickelt sich die magnetische Kraft zur Bremse.

Hier wird ein schon lange bekanntes Prinzip angewandt. Vorerst scheint es nur für mittelschwere Lkw nutzbar zu sein und offensichtlich nicht stufenlos regelbar. Aber ansonsten scheint es enorm viel einfacher und leichter als ein normales Retardersystem zu sein.

Man darf gespannt sein, wann dieses System in eine Hybrid-Plattform integriert wird. 06/12







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