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  Retarder




Aufgabe

Es könnte sein, dass Fahrer moderner Lkw das Vorhandensein eines Retarders gar nicht wahrnehmen. Während diese nämlich früher über einen separaten Schalter extra betätigt werden mussten, schalten sie sich nun schon bei leichtem Tritt auf die Bremse von selbst ein. Damit wird auch ihre Aufgabe klar, nämlich die, bezogen auf das zulässige Gesamtgewicht, bei langem Gebrauch nicht genügend standfeste Fußbremse zu entlasten.

Retarder spart in bestimmten Geschwindigkeitsbereichen Bremsbeläge.

Funktion

Der Retarder unterstützt auch die Motorbremse. Es gibt ihn in primärer Ausführung an der Antriebswelle und in sekundärer an der Abtriebswelle des Getriebes (Bild). Da er nicht separat als eigenständiger Block hinter dem Getriebe angebracht ist, sondern in dieses integriert wurde, wird der oben dargestellte Sekundärretarder auch 'Intarder' genannt. Der primäre Retarder bremst also besonders gut bei hoher Motordrehzahl, was z.B. für einen häufig mit geringen Geschwindigkeiten fahrenden Stadtbus wichtig ist. Dagegen bezieht sich der sekundäre Retarder direkt auf die Raddrehzahl, ist also besser für den Fernverkehr geeignet.
Er wandelt also bei Bedarf Bewegungsenergie in Wärme um. Man könnte den hydraulisch arbeitenden Retarder mit einem Drehmomentwandler ohne Leitrad vergleichen, dessen Turbinenrad fest mit dem Gehäuse verbunden ist. Wichtig ist dabei die Ansprechzeit. Über ein mit speziellen Intervallen arbeitendes Ventil wird der Retarder je nach Bedarf ganz oder teilweise geflutet, je mehr, desto größer die Bremswirkung. Damit es schneller geht, ist rechts im Bild noch ein großer Behälter angegossen, der Getriebeöl unter Druck bereit hält.


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