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Geschichte-Fahrwerk 7



An der Feder kann man eigentlich die Funktion eines Energiespeichers gut verdeutlichen. Sie nimmt diese beim Einfedern auf und gibt sie alsbald wieder ab, indem sie ausfedert. Natürlich würde sie das je nach Federtyp mit einer unterschiedlichen Anzahl von Nachschwingungen tun. Die mehrlagige Blattfeder würde durch die Reibung ihrer Federblätter sehr rasch zur Ruhe kommen.

Wer das aber schon einmal an einem mit Drehstäben gefederten Auto ohne Dämpfer beobachtet hat, weiß, hierbei genügen kleine Zusatzimpulse, um das Auto vollends außer Kontrolle zu bringen. Womit auch schon zwei Arten von Stahlfedern erwähnt wären. Hinzu kommt noch die Schraubenfeder, bei der wir jetzt einmal und dann nicht wieder betonen, dass sie natürlich nur auf Druck belastet ist.

Zusammen mit federndem Gummi gehört der Stahl natürlich zu den Festkörpern, ganz im Gegensatz zu Gasen. Flüssigkeiten kommen wegen ihrer (fast vollkommenen) Inkompressibilität für die Federung nicht in Frage. Spricht man von einer hydropneumatischen Federung, so meint man eigentlich eine Gasfederung mit Höhenkorrektur und Dämpfung durch Hydrauliköl. Unter den Stahlfedern sind die Drehstäbe sehr selten geworden (Ausnahme z.B. vorige M-Klasse), nur geblieben als Stabilisatoren.

Nein, Blattfedern sind bei leichten Fahrzeugen nicht ausgestorben, vielleicht mehr in den Bereich kostengünstiger Systeme bei den Transportern (z.B. Caddy) gedrängt. Übrigens sind sie beim Lkw in der Konkurrenz der allerdings viel teureren Luftfederung.

Diese Reihe über das Fahrwerk befasst sich eigentlich mit der Fahrdynamik eines Kraftfahrzeugs, allerdings aus Übersichtsgründen ohne die Längsdynamik. Neben den Bewegungen um die drei Hauptachsen sind Schwingen in den Griff zu kriegen, die der Vertikaldynamik zugerechnet werden. Wichtig: Bei vielen Fahrzeugen hat der Schwerpunkt eine unterschiedliche Position im Raum, umso weniger fixiert, je mehr Beladung es aufnehmen kann. Relativ einfach macht es sich der Fahrwerksingenieur, wenn er hier auf harte Federung bzw. Dämpfung setzt.

Messungen z.B. auf dem Prüfstand für Schwingungsdämpfer zeigen, dass hier auch zu viel des Guten möglich ist. Das abgebildete Hinterrad hat ein bar mehr Reifendruck als vorgeschrieben. Es tanzt auf dem Dämpferprüfstand so stark, dass man leicht ein großes Blatt Papier zwischen schwingender Platte und Radaufstandsfläche ruckweise hindurch ziehen kann. Das gleiche Phänomen ist auch bei überharter Dämpfereinstellung zu beobachten. 03/17


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