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  Behindertengerechte Fahrzeuge




Viel Herstelleraufwand, zu Beginn noch wenig Elektronik

Interessant ist, wie stark sich die Hersteller um die Gruppe der Behinderten mit ausführlichen Beschreibungen und Preislisten bemühen. Auffallend auch, dass auf diesem Markt etwas verspätet die Elektronik angewandt wird. So wurde lange Zeit noch ein elektronisches Gaspedal mechanisch mit einem Handhebel verbunden. Ein Hauptgrund mag die Möglichkeit sein, das Fahrzeug wieder leichter in ein "normales" zurück zu rüsten. Nur wenige Behinderungen lassen sich in Kategorien einteilen, oft muss individuell angepasst werden. Für 5 Prozent gibt es noch keine Lösung.

Auch Schaltgetriebe, Betrieb von Nichtbehinderten möglich.

Viel Sorgfalt wird auch auf möglichst große Vielfalt gelegt. So gibt es Umrüstsätze für Fahrzeuge mit Schaltgetriebe, obwohl der Aufwand bei einem Automatik-Fahrzeug geringer wäre. Es soll offenbar auch diese Wahlmöglichkeit für Behinderte ermöglicht werden. Manchmal muss ein Fahrzeug trotz behindertengerechten Einbauten auch für Nichtbehinderte nutzbar sein. Das ist bei allen oben dargestellten Umbauten der Fall. Meist ist für den/die zukünftige/n Autofahrer/in noch nicht einmal Umgewöhnung nötig. So kann man bei der Automatik meist wählen, ob das Gaspedal rechts oder links vom Bremspedal angeordnet sein soll.

Pedalerie mit Händbetätigung, evtl. Joystick

Die oben in Bild 4 gezeigte Konstruktion ist eher für Fahrschüler als für Behinderte geeignet. Genauer gesagt für den Fahrlehrer, der bei Bedarf in das Geschehen eingreifen muss, übrigens notfalls auch durch Gasgeben. Für Behinderte können die Betätigungen von Pedalen alle einzeln oder gemeinsam in den Bereich der Hände verlängert werden (Bilder 2 und 3). Natürlich wahlweise links oder rechts vom Lenkrad. Das gilt auch für eine Fuß-Feststellbremse. Eine Art elektrische Parkbremse gibt es übrigens bei der behindertengerechten Ausstattung schon länger. Für Kleinwüchsige können alle Bedienelemente entsprechend verlängert und ein zusätzlicher Boden eingefügt werden. Gänzlich ohne Pedale geht es neuerdings auch per Joystick-Steuerung für Beschleunigung und Bremse.

Lenkerleichterung und Sprachsteuerung/Menütafel

An den Armen Behinderte erhalten neben dem berühmten Knauf am Lenkrad und einer leichtgängigeren Servolenkung zunächst einmal veränderte elektrische Hebelsysteme. Hier lohnt sich z.T. eine komplette Umstellung auf Sprachsteuerung. Auch die Bedientasten am Lenkrad oder ein Flachbildschirm mit Menüsteuerung in dessen Nähe sind möglich. Das Fahrzeug kann z.B. von Einarmigen sicher durch den Verkehr geführt werden. Gleichzeitig ist z.T. durch Versenken von Bedienelementen auch eine Nutzung durch andere möglich.

Umstieg Rollstuhl - Fahrersitz vielfältig möglich.

Sehr viel Aufwand wird bisweilen mit den Sitzen getrieben. Das beginnt mit verlängerten Sitzschienen, geht weiter mit klapp-, dreh- und schwenkbaren Beifahrersitzen und endet vorläufig mit einem Ladesystem, bei dem ein(e) Rollstuhlfahrer/in selbst den Fahrersitz erklimmen und den Rollstuhl durch die hintere, nach hinten öffnende Tür von einer entsprechender Mechanik gegriffen und sicher verstaut wird (Bild 1).

Manchmal Einzelanfertigung, fast immer fahrtechnisches Gutachten

Der (vorläufige) Gipfel ist das armlose Fahren, das auf ein System von Eberhard Franz aus dem Jahr 1965 zurückgeht. Das war jetzt nur eine kleine Auswahl der angebotenen Systeme. Natürlich ist noch eine breite Palette von Einzelanfertigungen möglich. In fast jedem Fall sind allerdings vor der Teilnahme am Straßenverkehr noch ein medizinisches und ein fahrtechnisches Gutachten nötig, auch wenn ein Führerschein schon länger vorhanden ist.

Förderungs- und Messehinweis

Finanziell sieht es in Deutschland zumindest gut aus. Voraussetzung für die meisten Förderungen ist allerdings ein bestehendes oder angestrebtes Arbeitsverhältnis. Natürlich müssen die kompletten Um- und Einbauten an einem Fahrzeug vorher genehmigt werden. Über die technischen Möglichkeiten kann man sich jedes Jahr auf der Rehacare in Düsseldorf informieren. 08/08



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