Suche

E-Mail

A     B     C     D     E     F     G     H     I     J     K     L     M     N     O     P     Q     R     S     T     U     V     W     X     Y     Z




  Mobiles  

  F7     F9

 Buchladen

 Aufgaben/Tests

 Formelsammlung




  Head-up-Display



Das Bild oben geht über eventuelle bisher gemachte Erfahrungen mit Head-up-Displays hinaus. Danach konnte das auf dem unteren Teil der Windschutzscheibe angezeigt werden, was auch schon im Normaldisplay zu erfahren war. Klarer Vorteil, man wird weniger abgelenkt und erhält nur die wichtigsten Informationen, z.B. einen Mix aus Tempo, Navigation und eventuell noch Schilderkennung. Dazu muss die Windschutzscheibe entsprechend vorbereitet sein oder es wird auf Plexiglas vor der Scheibe projeziert.

Oben ist jedoch ein aktives Head-up-Display am Werk. Es nimmt wahr, was auch der/die Fahrer(in) sieht und benutzt sozusagen die ganze Scheibe als Computerbildschirm. Es kommt zu einem Mix aus realem Bild und Animation, bei der hier vor dem vorausfahrenden Wagen intensiv gewarnt wird. Keine Angst, das System ist noch nicht käuflich. Vermutlich sind noch etliche Tests nötig, damit uns beim zukünftigen Blick durch die Windschutzscheibe nicht wichtige Informationen verborgen bleiben, weil sie der Computer schlicht übermalt.

Neuerdings gibt es ein noch gravierenderes Problem. Weil die Projektion auf die Windschutzscheibe manchen Herstellern offensichtlich zu aufwändig ist, fährt irgendwo zwischen Lenkrad und Windschutzscheibe eine Plastikscheibe aus oder verharrt sogar an diesem Ort. Manchmal klappert sie ein wenig, soll aber in jedem Fall als Ersatz für ein echtes Head-up-Display dienen.

Der Projektor ist ein vom Sonnenlicht unabhängiges, lichtdurchlässiges TFT-Display im Armaturenbrett. Da es auch wegen Platzmangel nicht unmittelbar unterhalb der Projektionsfläche angebracht sein kann, wird seine Anzeige über Spiegel und eine lichtdurchlässige Abschlussscheibe so auf die Windschutzscheibe gebracht, dass es von dort zur Wahrnehmung durch den/die Fahrer/in wiederum gespiegelt werden kann. Reflexionen vermeidet eine keilförmige Kunststofflage zwischen den beiden Teilen der Scheibe.

Da es sich um keine Projektion handelt, sieht der/die Fahrer/in das Bild nicht unmittelbar auf der Scheibe, sondern ein bis zwei Meter weiter vorn irgendwo im Raum schwebend. Entscheidend ist die Steuerung der Helligkeit. Die der Umgebung wird durch einen Sensor z.B. hinter dem Innenrückspiegel gemessen und automatisch nachgeführt. Ziemlicher Aufwand ist dafür nötig, die Head-up-Anzeige weder bei dunkler Umgebung zu markant, noch bei heller Umgebung nicht sichtbar genug zu gestalten.

Manche Hersteller sparen sich die veränderte Windschutzscheibe und spiegeln an einem ein/ausfahrbaren Plexiglas. Ganz billig ist das System ohnehin nicht, aber wenn sich damit die Zeit für die Wahrnehmung einer Nachricht zumindest verdoppelt, hat sich das System vom Standpunkt der Sicherheit schon gelohnt. Man weiß ohnehin nicht, was mit den Scheiben eines Autos so alles möglich sein wird: Aktionspiele für die Kids, Stromkollektoren, automatische Abdunkler? 06/12

Impressum