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Batterie (Zusatzinformationen)




Batterie -> mit häufigster Pannenverursacher

Funktion

Die sechs Zellen einer 12V-Batterie enthalten je zwei Plattensätze. Im geladenen Zustand enthält der Plus-Plattensatz ein Gerüst aus Hartblei und darin das rotbraune Bleidioxid (PbO2) Im Minus- Plattensatz enthält das Gerüst hellgraue Bleipaste. Bei den ineinander verschränkten Plattensätzen sind die Minus- und Plusplatten jeweils durch Separatoren getrennt. Alle Platten einer Zelle tauchen in einen Elektrolyten, der (im geladenen Zustand) aus destilliertem Wasser und 37% Schwefelsäure (H2SO4) besteht. Da Blei und Bleidioxid innerhalb der elektrochemischen Spannungsreihe einen Spannungsunterschied von ca. 2 Volt aufbauen, müssen sechs Zellen für eine 12V-Batterie hintereinander geschaltet werden.

Batterien sollten beim Neukauf auf keinen Fall älter als 1 Jahr sein

Die Alterung einer Batterie hat viel mit der Sulfatierung der Platten bei jeder Entladung und mit deren Bewegung im Fahrzeug zu tun. Da Blei oder Bleioxid in dem Gerüst nur ein Füllstoff ist, kann es sich während der Fahrt lösen. Flüssigkeitsporöse Taschenseparatoren verhindern ein Hinabsinken und einen vorzeitigen Defekt der Batterie durch Kurzschluss. Die Platten können also bis zum Boden des Batteriegehäuses reichen. Bei länger lagernden, fabrikneuen Batterien ist Tiefentladung ein Thema, die diese schon in sehr jungen Jahren zerstören.

Hohe Temperaturen und Entladung unter 12 V vermeiden.

Viel häufiger als der Kurzschluss ist bei modernen Fahrzeugen mit hoch belastendem Bordnetz die vorzeitige Alterung der Batterie durch Schichtenbildung. Sie wird nicht nur beim Motorstart, sondern auch im weiteren Betrieb so stark ent- und wieder geladen, dass sich oben die sehr viel schwächer und unten die sehr viel stärker konzentrierte Schwefelsäure bildet. Dies führt ebenfalls zu Schlammbildung und damit zum sehr vorzeitigen Aus. Es gibt zwar schon Abhilfen, indem man durch Zirkulation die Entmischung verhindert, aber entweder sind sie noch nicht effektiv genug oder noch nicht in der Großserie angekommen.

Füllen Sie niemals mit Leitungswasser auf:
mehr Selbstentladung durch Salze,
weniger Lebensdauer durch Kalk

Starthilfe

Bei Starthilfe ist viel Sorgfalt nötig, um auch mögliche größere Defekte zu verhindern. Wichtig ist es, vor allen Tipps grundsätzlich die Herstellerangaben zu beachten. Nicht selten lässt sich anhand des entstandenen Schadens die Fehlbedienung rekonstruieren. Auf eventuelle Garantie hat das dann negativen Einfluss. Der kritische Moment ist eigentlich der, wenn beide Fahrzeuge laufen und man das Problem für gelöst hält. Beim Abklemmen der Verbindungsleitungen können nämlich Spannungsspitzen entstehen. Um diese zu vermeiden, empfiehlt es sich, in dem Fahrzeug mit der leeren Batterie für die kurze Zeit des Abklemmens alle erreichbaren Verbraucher einzuschalten.

Stark entladene Batterie möglichst rasch ans Ladegerät.

Entsorgung

Am problematischsten und für den Menschen gefährlichsten ist natürlich die Batteriesäure. Auch sind die legierten Metalle der Pole, Polbrücken und Gitter zurück zu gewinnen und auch das Blei aus dem Bleisulfat und -oxid. Einfacher ist es mit den Separatoren und dem Gehäuse aus Kunststoff, wenn es denn von Säureresten befreit ist. 08/11

Rauchen, offenes Feuer, Funken verboten

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